Beiträge vom: Dezember, 2007

Autor: Michael

Eigentlich ist er Gynäkologe, doch seine Meriten hat Eufemiano Fuentes als medizinischer Betreuer zahlreicher Radsportler erworben: Der spanische Doping-Doktor gilt als Schlüsselfigur in der Operation Puerto. In einem Interview mit dem Stern hat er sich nun gerechtfertigt. Von Reue keine Spur, vielmehr bezeichnet Fuentes Doping als “therapeutische Maßnahme“. Seine Mission hat der spanische Arzt, bei dem Jan Ullrich, Ivan Basso und andere Sportstars Kunden gewesen sein sollen, darin gesehen, den Sportlern zu helfen, ihre übermenschlichen Anstrengungen auszuhalten: “Der Körper eines Radprofis ist nicht für drei Wochen Dauerbelastung geschaffen.”

Fuentes hofft, dass seine Methoden - Blutdoping sowie die Verabreichung von Epo und Wachstumshormonen - später einmal gewürdigt werden: “Vielleicht geben sie mir in 20 Jahren den Nobelpreis, vielleicht bauen sie mir ein Denkmal. Oder sie bringen mich um.”    [...mehr]


Autor: Michael

Das Burnout-Syndrom ist hinlänglich bekannt. Doch auch das Gegenteil kann eintreten: Bore-Out infolge von Langweile, Unterfordertsein und Desinteresse.

Müdigkeit

Ein Buch der Schweizer Consulting-Experten Philippe Rothlin und Peter Werder zwingt zurzeit die deutsche Arbeitswelt, einer unangenehmen Tatsache ins Auge zu blicken: Der Schaden, den chronisch unterforderte und gelangweilte Arbeitskräfte der Volkswirtschaft zufügen, dürfte längst im mehrstelligen Milliardenbereich angelangt sein.

Was die Autoren “Bore-out”, also “Ausgelangweiltsein”, getauft haben, überrascht nicht wirklich: Viele Menschen fühlen sich in ihrem Job nicht hinreichend ausgelastet. Aus Angst vor Arbeitslosigkeit wagen sie es aber nicht, zu kündigen. Stattdessen wird Arbeit “simuliert”: Überstunden, in denen man nichts tut. Prall gefüllte Aktenkoffer für den Feierabend, die nur Zeitungen enthalten. Alles nach dem Motto: Lieber Burn-out als Bore-out.

Rothlin und Werder sehen zwei mögliche Begründungen für das Bore-out-Syndrom: Falscher Beruf oder falsche Stelle. So gäbe es Menschen, die von vornerein einen Beruf erlernten, der sie nicht interessiert. Meist geschieht dies aus rationalen, arbeitsmarktbedingten Gründen. Andere haben grundsätzlich Spaß an ihrem Beruf, sind aber ins falsche Unternehmen oder in die falsche Position gerutscht. Und dort chronisch unterfordert.

Der Engagement-Index des Martkforschungsunternehmens Gallup hat ermittelt, dass 87% der deutschen Arbeitnehmer sich ihrem Unternehmen kaum verbunden fühlen. 19% haben die “innere Kündigung schon vollzogen“, wie die FAZ zynisch formuliert.

Das Buch mahnt eindringlich, Bore-out endlich ernstzunehmen. Tausende Arbeitnehmer bleiben deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Während dieser Umstand sich in Führungsseminaren, bei Karrierediensten und Headhuntern allmählich herumspricht, nehmen die Krankenkassen davon kaum Notiz. Wie sollten sie auch? - Kaum ein Arbeitnehmer, der wegen Bore-out zum Arzt geht. Und wenn doch, ist von Depressionen die Rede; gegebenenfalls wird eine Psychotherapie begonnen.

Langeweile, Unterfordertsein und Desinteresse erzeugen aber nicht nur einen wirtschaftlichen Schaden. Langfristig kann Bore-out auch psychosomatisch werden und real krank machen. Ein Grund mehr, das Syndrom wahrzunehmen und, gegebenenfalls, früh genug Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Freilich möchte kaum ein Arbeitnehmer zu seinem Vorgesetzten gehen und erklären, er fühle sich chronisch unterfordert und habe eigentlich nichts zu tun - besonders nicht, nachdem er schon eine Weile in dem Unternehmen gearbeitet hat. Die Unternehmensberater empfehlen daher, solche Aussagen positiv zu formulieren: “Ich könnte noch mehr machen, interessiere mich auch noch für …” In der Regel führten solche Ansätze rasch zum Erfolg.

Im Übrigen kommen die Autoren in ihrem Buch zu einem wenig überraschenden Schluss: Bore-out betrifft nur Menschen, die am Schreibtisch arbeiten. Ein Maurer nämlich kann nicht einfach so tun, als ob er eine Mauer hochzöge.    [...mehr]


Autor: Michael

Im Winter sind Schals ein hübsches Accessoire. Halsschmerzen eher weniger.

Halsschmerzen sind das Symptom einer Entzündung im Hals- und Rachenraum. Sie äußern sich häufig durch ein unangenehmes Kratzen im Gaumenbereich und schmerzhafte Schluckbeschwerden. Im Regelfall werden sie von Bakterien oder Viren veursacht, eher selten von Pilzen.

Schal für den Winter © flickr / Breibeest

Wer an Halsschmerzen leidet, sollte unbedingt viel trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten. Auch Schwitzkuren, Gurgeln mit lauwarmem Salzwasser oder Bronchialtees können helfen. Desinfizierende Lutschtabletten und Gurgellösungen werden oft empfohlen, ferner entzündungshemmende Schmerztabletten bei starken Beschwerden und, gegenenfalls, Penicillin. Falls die Beschwerden Verbindung mit hohem Fieber oder Atemnöten auftreten, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Am Häufigsten sind Halsschmerzen das Symptom einer gewöhnlichen Erkältungskrankheit, gelegentlich auch einer Grippe. Im ersten Fall sollten sie, sofern sie behandelt werden, innerhalb weniger Tage abklingen.    [...mehr]


Autor: Christina

Eine Vielzahl von Internetseiten beschäftigt sich mit dem Burnout-Syndrom: Offensichtlich herrscht große Nachfrage nach fundierter Information. Die Krankheit, deren wesentliche Merkmale 1974 erstmals von H. Freudenberger festgehalten wurden, scheint eine Zivilisationskrankheit zu werden, deren Radius innerhalb der Bevölkerungsgruppen immer größer wird.
Tatsächlich weitet das Feld der Betroffenen sich aus. Zunächst klassischerweise in „Helfer“- (Lehrer, Pfleger, Ärzte, Kindergärtner etc.) und Manager-Berufen geortet, lassen sich Fälle des Burnout-Syndroms inzwischen in allen Alters- und Berufsgruppen feststellen. Prominente Erkrankte waren oder sind beispielsweise der Jazz-Pianist Keith Jarrett oder der Skispringer Sven Hannawald.
Als besonders bedroht gelten Menschen, die von Berufs wegen große Verantwortung tragen – oder sich einfach nur in besonderer Weise verantwortlich fühlen. Letztlich haben viele Faktoren Einfluss auf die Krankheit, unter anderem Depressionen, Ängstlichkeit, Perfektionsstreben, ein labiles Selbstwertgefühl oder Hyperaktivität.
Frühzeitig erkannt, kann das Burnout-Syndrom in den meisten Fällen erfolgreich gelöst werden. Eine psychotherapeutische Behandlung ist gewöhnlich der beste Weg. Auch im Internet finden sich hilfreiche Seiten.    [...mehr]