Narben: Möglichkeiten zur Milderung

Um Narben vollständig zu entfernen gibt es leider noch kein Mittel, doch existieren mittlerweile etliche Möglichkeiten um die zumeist als unästhetisch empfundenen Merkmale abzumildern.

Den Spruch „Die Zeit heilt alle Wunden, doch die Narben bleiben ewig“ hat wohl jeder schon einmal gehört. Diese Weisheit trifft nicht nur im Übertragenen Sinne zu, auch die Narben auf der Haut bleiben ein Leben lang sichtbar. Da die Merkmale, die medizinisch als „Cicatrix“ bezeichnet werden, aber oftmals als unästhetisch empfunden werden gibt es zahlreiche Methoden um diese zu verringern.
Wie gut dies funktioniert hängt dabei jedoch von Art, Größe und Ausprägung der vorhandenen Narbe ab, auch die Körperstelle an der sich die bleibende Erinnerung befindet spielt dabei eine große Rolle.

Entstehung von Narben

Nach kleineren Verletzungen muss in der Regel keine Narbenbildung befürchtet werden. Erst wenn die Wunde so tief ist, dass die Lederhaut verletzt wurde, oder die Wundheilung gestört ist, bleiben Narben zurück. Diese können dabei in verschiedenen Ausprägungen entstehen.

Neben den flachen weißen Narben, welche zumeist kaum sichtbar sind, existieren die roten Narben. In dieser Ausprägung treten sie häufig nach besonders tiefen Verletzungen auf und können zudem eine Wulst ausbilden, die unter gewissen Umständen unangenehme Beschwerden oder gar Schmerzen verursacht. Diese sogenannte Keloidbildung entsteht durch die vermehrte Produktion von Bindegewebe. Diese tritt vor allem nach Brandverletzungen gehäuft auf.

Nach einer schweren Akne können die Narben jedoch auch tiefer liegen als die übrige Haut, diese werden dann als atrophe Narben bezeichnet.

Da die Körpermerkmale sich nicht selten negativ auf das Selbstwertgefühl und damit auf die Psyche auswirken, gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten um das Erscheinungsbild der Narben abzumildern.

Milderung von Narben

Schon während der Wundheilung kann die Narbenbildung beeinflusst werden. Bei Brandverletzungen werden dazu häufig Kompressionsverbände eingesetzt, die längere Zeit vom Patienten getragen werden müssen.

Bei allen anderen Arten von Verletzungen sollte man als Betroffener darauf achten, dass die Kleidung nicht an der Wunde reibt oder scheuert, auch ein Kratzen an der Wunde sollte unbedingt vermieden werden. Gegen den Juckreiz hilft es oftmals auch zu kühlen.

Mit Silikonverbänden kann einer Keloidbildung vorgebeugt werden, da sie die Haut elastischer machen. Diese Methode kann übrigens auch bei älteren Narben angewandt werden und gute Erfolge erzielen.

Des Weiteren ist es wichtig die Narbe vor Sonneneinstrahlung zu schützen, am besten ist es die betroffene Stelle mit Stoff zu bedecken oder aber mindestens einen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50 zu verwenden.

Manchmal kann gerade bei älteren Narben auch eine sanfte Massage kleine Wunder bewirken. Eine zusätzlich eingesetztes spezielles Gel kann ebenfalls Linderung verschaffen.

Um herauszufinden welche Methode für einen selbst am besten geeignet ist sollte ein Gespräch mit dem Hausarzt geführt werden.

Mediziner