Das sicherste Verhütungsmittel der Welt – die Antibabypille im Überblick

Die meisten Frauen wählen die Antibabypille, weil sie sie als sicherstes und bequemstes Verhütungsmittel schätzen. Wählen können Sie zwischen Kombinationspräparaten und Minipillen. Allerdings ist im Vorfeld eine gründliche Untersuchung notwendig, weil die Pille zahlreiche Nebenwirkungen mit sich bringen kann und nicht für jede Frau geeignet ist.
Hand hält Pille

Kombinationspräparate und Minipille

Die Kombinationspille enthält die Hormone Gestagen und Östrogen und wird am häufigsten verschrieben. Unter ihrem Einfluss dauert der Zyklus genau 28 Tage. In der Regel nehmen Frauen die Pille an 20 bis 21 Tagen ein, worauf eine sieben- bis achttägige Pause folgt. Manche Präparate werden bis zu 24 Tage geschluckt, dementsprechend verkürzen sich die Pausen (eine Auswahl an Präparaten finden Sie zum Beispiel hier). Die enthaltene Hormonkombination verhindert einerseits den Eisprung und sorgt andererseits dafür, dass sich der Schleim am Gebärmuttereingang verdickt und für Spermien undurchlässig wird. Vor allem junge Mädchen und Frauen, die eine Schwangerschaft verhindern wollen, entscheiden sich für die Kombinationspille. Ein Vorteil ist, dass ihre Wirkung auch dann noch gewährleistet ist, wenn sie einmalig bis zu 12 Stunden später eingenommen wird.

Die Minipille dagegen muss stets genau zum gleichen Zeitpunkt eingenommen werden – schon eine Verzögerung von zwei Stunden kann die Sicherheit beeinträchtigen. Die Minipille enthält nur das Hormon Gestagen. Sie kann den Eisprung nicht unterdrücken, aber verhindert wie die Kombipille das Eindringen der Spermien.

Risiken und Nebenwirkungen

Die Antibabypille birgt eine Reihe von Risiken und ist damit nicht für jede Frau geeignet. Bei Kombinationspräparaten können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Zwischenblutungen und Stimmungsschwankungen auftreten. Die Minipille birgt zwar weniger Gefahren, kann aber auch Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen und Akne verursachen. Bei Diabetikerinnen muss der Gynäkologe im Einzelfall prüfen, ob eine Pilleneinnahme ratsam ist. Wer unter einer Lebererkrankung oder Thrombose leidet, darf die Pille grundsätzlich nicht nehmen. Die Pille kann außerdem das Risiko für Gebärmutter- und Brustkrebs sowie für Gefäßerkrankungen erhöhen. Raucherinnen sollten die Pille aufgrund der erhöhten Thrombose-Gefahr höchstens bis zum 35. Lebensjahr einnehmen.

Sicher verhüten

Für gesunde Frauen ist die Pille nach wie vor das sicherste Verhütungsmittel. Ihre Anwendung erfordert jedoch ein gewisses Maß an Disziplin, da der Schutz nur dann gewährleistet ist, wenn sie regelmäßig eingenommen wird. Treten Nebenwirkungen auf, sollte zusammen mit dem Frauenarzt über ein alternatives Verhütungsmittel entschieden werden.

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