» Eisprung

Autor: Michael

Pünktlich zum Muttertag konnte eine kleine weisse Kugel ihr 50. Jubiläum feiern. Im Mai 1960 wurde in den USA zu ersten Mal die sogenannte Anti-Baby-Pille verschrieben. Sie machte die sexuelle Revolution der siebziger Jahre überhaupt erst möglich, und ist bis heute das meist genutzte Verhütungsmittel.

Die Sittenwächter forderten ihre Zurückhaltung, und anfangs wurde “die Pille” sogar nur verheirateten Frauen verschrieben. Die Angst vor moralischem Verfall war gross, und tatsächlich bewirkte die kleine Pille Grosses. Junge Frauen auf der ganzen Welt bekamen nun die Möglichkeit, ihren Kinderwunsch zu planen. Demographen fürchteten schon das Aussterben der menschlichen Rasse, und in der Tat kam es zu einem Einbruch in der Geburtenrate, dem Pillenknick.

Die Pille in Deutschland - Ein Siegeszug der Emanzipation

Heute nehmen in Deutschland mehr als sechs Millionen Frauen täglich die Pille, um sich vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Bei den 20 bis 29-jährigen sind es sogar über 70 Prozent. Die relativ gute Verträglichkeit der Pille heutzutage macht dies möglich.    [...mehr]


Autor: Michael

Die Dreimonatsspritze ist eine gute und sichere Alternative zur Pille, um eine unerwünschte Schwangerschaft zu verhüten. Vergessliche und Frauen mit chronischen Darmerkrankungen sind mit dieser Verhütungsmethode sogar besser beraten.

Dreimonatsspritze - Vor- und Nachteile  ©Flickr.com/ Robert McDon.

Die Dreimonatsspritze zählt zu den hormonellen Langzeitverhütungsmitteln und bildet eine gute alternative zu Pille und Spirale. Durch die Injektion in Arm oder Gesäß von einem Depot des Hormons Gestagen wird der Eisprung verhindert.

Vorteile der Dreimonatsspritze

Der Vorteil dabei ist, dass nicht wie bei der Pille eine Einnahme vergessen werden kann und auch nicht wieder ausgeschieden, z.B. durch Übergeben oder Durchfall ausgelöst durch chronische oder akute Darmerkrankungen. Man kann den Sex also ganz entspannt genießen und hat 3 Monate lang keinen Stress mit der Verhütung. Klingt doch super!    [...mehr]


Autor: Michael

Die Anti-Baby-Pille, die 1961 erstmals auf den deutschen Markt kam, gilt als der Auslöser der sexuellen Revolution. Sie steht für eine zuverlässige Empfängnisverhütung und einem unbekümmerten Sex. Jedoch scheint die Anti-Baby-Pille nicht ganz ungefährlich zu sein. Dabei ist einer der größten Besorgnisse der Frauen, dass die jahrzehntelange Einnahme der Anti-Baby-Pille ihre Fruchtbarkeit mindert. Immerhin wird die Anti-Baby-Pille bereits in jungen Jahren verschrieben, und das nicht immer zum Schutz gegen eine ungewollte Schwangerschaft.

Mindert die Anti-Baby-Pille die weibliche Fruchtbarkeit? © Wikipedia Matthew Bowden

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Autor: Michael

Der Zyklus der Frau beträgt 28- 35 Tage. Als “Zyklus” wird der Zeitram von einer Monatsblutung zur nächsten bezeichnet. Die Blutung dauert ungefähr 3-7 Tage. Der Zeitraum von Menstruation zum nächsten Eisprung variiert je nach Stresslevel, geistiger Befindlichkeit oder physischen Besonderheiten. Der Zeitraum vom Eisprung bis zur nächsten Menstruation liegt relativ konstant bei 12 bis 16 Tagen. Das bedeutet, dass der variierende Zeitraum von Menstruation zum Eisprung zwischen 13 und 20 Tagen lang sein kann.

Die fruchtbare Zeit der Frau liegt eigentlich bei nur einem Tag innerhalb des Zyklus, nach dem Eisprung. Da Spermien aber bis zu vier Tage im Körper überdauern können, wird dieser Tag in der Theorie auf ein Fenster von fünf Tagen erweitert. Wie gesagt variiert der Zeitraum bis zum Eisprung aber individuell und muss nicht jeden Monat der gleiche sein - deswegen ist es schwierig, den genauen Zeitpunkt der Fruchtbarkeit festzulegen. Oft wird das Fenster auf 9-10 Tage erweitert.

Hier sieht man bereits, dass es nicht ratsam ist, dieses Wissen als Verhütungsmittel anzuwenden. Man kann nicht genau bestimmen, wann die fruchtbaren Tagen sein werden um in dem Zeitfenster auf Sex zu verzichten. So ist es sehr leicht möglich, ungewollt schwanger zu werden.

Die sogenannten Eisprungkalender versuchen, das Wissen um die fruchtbaren Tage der Frau anzuwenden, um bei einer Schwangerschaft zu helfen. Man gibt das Datum der letzten Periode ein, und bekommt einen Kalender geliefert, der die Periode anzeigt, den Tag des Eisprungs, das “Fruchtbarkeitsfenster”, sowie meistens noch den Zeitpunkt, an dem ein Schwangerschaftstest wirksam ist.

Manche Kalender zeigen auch noch an, zu welchem Zeitpunkt der fruchtbaren Tage ein Junge oder ein Mädchen produziert werden kann. Da die “männlichen” Spermien schneller sind als die “weiblichen”, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Jungen höher, wenn der Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs stattfindet. Da weiterhin die weiblichen Spermien länger überleben als die männlichen, ist die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen höher, wenn der Sex zu Beginn der fruchtbaren Phase stattfindet.

Das Problem am Eisprungkalender dürfte erneut an der fixen Einteilung der Zyklusdauer liegen. Zu Anfang gibt man die letzte Zyklusdauer ein und der Kalender wird auf dieser Basis erstellt. Damit ist die Angabe der fruchtbaren Tage bestenfalls ungenau. Es gibt auch komplexere Kalender, die mehrere Zyklen speichern und den Durchschnitt errechnen.

Es kann nicht schaden, sich in der Schwangerschaftsplanung nach einem Eisprungkalender zu richten. Es sollte jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass hier verlässliche Ergebnisse geliefert werden, da der Kalender eigentlich nur das rechnet, was man sich selbst auch denken könnte. Der Unsicherheitsfaktor in der Zyklusdauer bleibt, und somit wenigstens ein bisschen Abenteuer.    [...mehr]