Diagnostik Archives - Seite 2 von 2 - Das Medizin-Blog

Autor: Mediziner

Das Noonan Syndrom, auch „Pseudo-Turner-Syndrom“ genannt, ist auf einen Gen-Defekt zurückzuführen. Die Chancen, dass Eltern das Syndrom, welches u.a. für Herz- und Nierenerkrankungen venatwortlich ist, an ihren Nachwuchs vererben, liegt bei 50%.

Für das Noonan-Syndrom, das seinen Namen der amerikanischen Kinderkardiologin Jacqueline Noonan verdankt, ist meist eine Mutation des PTPN-11-Gens verantwortlich, das für die meisten Stoffwechsel und Wachstumsvorgänge verantwortlich ist. Noonan-Syndrom Patienten sind deswegen oft von Geburt an kleinwüchsig.

Das Noonan-Syndrom und seine Symtome

Ein weiteres Symptom ist der angeborene Herzfehler und Nierenprobleme in Folge einer Verzögerung des Organwachstums, der bei 80% der Betroffenen auftritt, ein im Nacken sehr tief liegender Haaransatz und eine sogenannte Flügelfalte, ein angespannter Hautlappen zwischen den Schultern.

Ferner erkennt man Noonan-Syndrom-Patienten an den weit auseinander stehenden Augen, dem breiten Nasenflügel sowie an den stark hinten am Kopf liegenden Ohren. Da die Symptome stark dem Ulrich-Turner-Syndrom ähneln, welches jedoch nur bei Frauen vorkommt, nennt man es auch „Pseudo-Turner-Syndrom“.

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Autor: Mediziner

Wer kennt das nicht, nach dem Genuss einer leckeren Portion Pasta mit Knoblauch ist er einfach da, der Mundgeruch. Stundenland hält sich der üble Begleiter und man mag schon gar nichts mehr Sagen aus Angst sein Gegenüber würde betäubt umkippen. Doch Mundgeruch ist nicht immer auf den Genuss von stark riechenden Speisen oder mangelnder Mundhygiene zurück zu führen, manchmal kann er auch Indikator für Krankheiten sein.

Mundgeruch selbst ist nicht als Krankheitsbild einzustufen, sondern oft ein wichtiges erstes Indiz für eine Reihe von möglichen Krankheiten. Es muss zwischen einem kurzzeitig auftretenden Mundgeruch (wie nach dem Verzehr von Zwiebeln, Knoblauch oder Ähnlichem) und dem dauerhaften Mundgeruch unterschieden werden. Letzterer kann sich für die Betroffenen und ihr Umfeld zu einem stark belastenden Störfaktor entwickeln.

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Autor: Mediziner

Alzheimer ist eine Krankheit, welche vorwiegend im höheren Alter auftritt und jeden treffen kann. Die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken ist höher, wenn bereits ein Familienmitglied mal diese Art der Demenz hatte.

Jeder hat schon einmal Dinge vergessen. Wenn ich mich beeilen muss und schnell in die Wohnung flitze um etwas zu holen, weiß ich manchmal nicht mehr wo ich im Effekt den Haustürschlüssel hingeschmissen habe und verliere in dem Augenblick kostbare Zeit, weil ich ihn suchen muss ehe es weiter geht. Trotzdem ist man nicht gleich senil.

Es ist ausserdem wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen mit depressiven Störungen vermehrt daran leiden sich Sachen nicht behalten zu können. Alzheimerkranke verheimlichen im Gegensatz dazu ihre Unwissenheit, was das Bemerken dieser Krankheit erst in späteren Stadien zur Folge hat.

Sehr viel weiß man über diese Gehirnerkrankung noch nicht, doch es sind Impfstoffe im Gespräch die zur Prävention eingesetzt werden sollen. Es gibt in Amerika beispielsweise eine Erdhörnchenart, die gerade aus dem Winterschlaf erwacht alles vergessen hat, was es bis vor der Winterruhe wusste. Nach spätestens zwei Monaten sind alle Erinnerungen zurück.

Die Frage ist natürlich: Wie macht es das?

Für die Angehörigen ist es schwierig nicht mehr von geliebten Familienmitgliedern erkankt zu werden. Ganz andere emotionale Bindungen entstehen zum Kranken und meist werden sie in Pflegeeinrichtungen abgegeben, weil die Belastung zu groß wird.

Man kann nur hoffen, dass die Forschung weiter so intensiv nach Heilmitteln sucht.

Weitere Infos zum Thema Alzheimer auf alzheimerblog

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Autor: Mediziner

Ein Leistenbruch beschreibt eine Schwachstelle im Bauchraum. Viermal mehr Männer als Frauen sind betroffen. In der Regel sind Leistenbrüche ungefährlich, doch können schwerwiegende Komplikationen auftreten.

Muskeln, Sehnen und Bindegewebe bilden eine feste Hülle über Körperhöhlen, wie zum Beispiel über den Bauchraum. Diese Hülle kann mitunter Schwachstellen aufweisen und das Entstehen von Lücken (Brüchen) begünstigen.

Unter einem Leistenbruch versteht man eine beutelartige Ausstülpung durch eine angeborene oder erworbene Lücke in der inneren Bauchwand im Bereich des Leistenkanals. Mit der Zeit entsteht auf diese Weise ein Loch in der Bauchdecke, durch das zunächst vorübergehend Organe und Fett aus dem Bauchraum austreten. Insbesondere bei der Erhöhung des Bauchdrucks, wie zum Beispiel beim Husten, beim Tragen von schweren Gewichten oder bei Übergewicht, werden Organe aus der Bauchhöhle gedrückt.

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Autor: Mediziner

Die Zystoskopie ist eine hilfreiche Untersuchung bei Blasenbeschwerden. Sie wird zumeist ambulant durchgeführt.

Die Blasenspiegelung ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem ein Zystoskop (ein wahlweise flexibles oder starres Instrument zur Untersuchung der Blase) in die Harnröhre eingeführt wird um eventuelle Veränderungen der Schleimhaut oder des Gewebes einzusehen.

Die Untersuchung wird normalerweise ambulant und ohne Narkose durchgeführt, stattdessen wird auf das Instrument ein narkotisierendes Gleitmittel aufgebracht, das eventuelle Schmerzreize unterdrückt. Nur in seltenen Fällen wird eine Narkose in Betracht gezogen.

Die Zystoskopie ist bei Männern, durch die längere und gebogene Harnröhre, eine schwierigere Untersuchung.

Anwendung der Blasenspiegelung

Blasenspiegelungen werden dann durchgeführt, wenn zum Beispiel vermehrt Blasenentzündungen, Schmerzen beim Harnlassen oder Schmerzen im Unterbauch auftreten. Mit der Zystoskopie lassen sich Veränderungen der Blasenschleimhaut und Wucherungen feststellen. Außerdem ist sie eines der erfolgreichsten Diagnoseverfahren bei Blasensteinen. Auch Entzündungen wie die Cystitis lassen sich so abklären.

Die Zystoskopie ist weiter ein Verfahren um mögliche Ursachen einer Reizblase abzuklären. Der Vorteil einer Blasenspiegelung liegt in der Einsicht ohne operatives Verfahren und mit direktem Blick auf mögliche Veränderungen, im Gegensatz zu Ultraschall oder anderen bildgebenden Verfahren.

Komplikationen

Dadurch, dass der Eingriff ambulant erfolgt und meist ohne Narkose durchgeführt wird, gibt es nur selten Komplikationen. In einigen Fällen treten Rötungen, leichte Blutungen und Schmerzen beim Wasserlassen auf, da die Blasenschleimhaut oder die Harnröhre gereizt oder verletzt werden können. Wenn zu diesen Beschwerden, Fieber und Schmerzen umliegender Organe hinzukommen sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, da zu befürchten ist, dass Bakterien eine Infektion verursacht haben.

Vorbereitung

Die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sollte vor einer Zystoskopie mit dem Urologen abgeklärt werden, da durch die Untersuchungen sonst vermehrt Blutungen auftreten können.

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Autor: Mediziner

Die Darmspiegelung oder Koloskopie ist eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen den Darmkrebs oder anderen Darmkrankheiten. Leider wird sie oft nicht durchgeführt, da viele Patienten Komplikationen fürchten.

Früh erkannt hat man mit Darmkrebs eine gute Prognose, allerdings ist eine der wichtigsten und effizientesten Untersuchungsmethoden die Darmspiegelung, die allseits noch gefürchtet wird.

Bei einer Koloskopie wird eine Instrument rektal in den Dickdarm (Kolon) eingeführt. Das Koloskop hat eine Art Kamera an der Spitze, die Bilder auf einen Bildschirm überträgt. Werden Wucherungen oder auffälliges Gewebe entdeckt, ist es möglich mit dem Koloskop, Proben zu entnehmen (Biopsie).

Da die Darmspiegelung endoskopisch durchgeführt wird und eventuelle Gewebeentnahmen mit Hilfe des Instruments minimal-invasiv vorgenommen können, erfolgt die Untersuchung meist ambulant bei einem Facharzt.

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