Wenn die Haare lichter werden: Haarausfall ärztlich abklären lassen

Von Haarverlust sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen. In den meisten Fällen ist eine genetische Veranlagung für den Haarausfall verantwortlich. Manchmal stecken aber auch Mangelerscheinungen oder Stress dahinter. Eine Therapie, die allen Betroffenen gleichermaßen hilft, gibt es nicht. Tipps, wie Sie den Auslösern auf die Schliche kommen und Ihre Haarpracht erhalten können, finden Sie hier.

Wie viel Haarverlust ist normal?

Im Durchschnitt verliert jeder Mensch etwa 100 Haare am Tag. Auch Werte, die geringfügig über diesem statistischen Mittel liegen, sind kein Anlass zur Sorge. Wechselnde Wasch- und Pflegegewohnheiten können für Überraschungen sorgen. Wer nur einmal wöchentlich zur Shampooflasche greift, verliert pro Waschgang mehr Haare als Täglich-Wäscher. Anders sieht es aus, wenn über mehrere Tage oder Wochen hinweg viel mehr Haare in Kamm oder Bürste landen, als gewohnt. Kahle Stellen, durchscheinende Kopfhaut oder wachsende Geheimratsecken sind ebenfalls ein Anzeichen für Haarausfall. Er ist meist erblich bedingt, der medizinische Fachbegriff lautet androgenetische Alopezie.

Zur Abklärung zum Haut- und Hausarzt

Die medizinische Abklärung übernimmt normalerweise der Hautarzt. Er untersucht die Kopfhaut, überprüft, wie fest das Haar in der Wurzel verankert ist und nimmt bei Bedarf eine Haarwurzelanalyse vor. Erblich bedingter Haarausfall gilt übrigens nicht als Krankheit, sondern vielmehr als kosmetisches Problem. Darüber hinaus ist eine Blutuntersuchung beim Hausarzt empfehlenswert. Insbesondere ein Mangel an Eisen kann zu übermäßigem Haarverlust führen. Auch hormonelle Umstellungen, Stress und Phasen anhaltender psychischer Belastung kommen als mögliche Auslöser in Betracht. Erst, wenn alle Ergebnisse vorliegen, kann der Arzt eine Behandlung empfehlen. Diese ist immer abhängig davon, welche Ursache dem übermäßigen Haarverlust zugrunde liegt.

Haarverlust ursächlich behandeln

Ist Haarausfall erblich bedingt, wird häufig der rezeptfreie Wirkstoff Minoxidil empfohlen. Bei Männern kommt auch eine Therapie mit dem verschreibungspflichtigen Finasterid infrage. Über die Vorteile und Risiken der beiden Behandlungsmöglichkeiten kann der Hautarzt ausführlich beraten. Liegt ein Nährstoffmangel vor, wird der Arzt vielleicht ein passendes Nahrungsergänzungsmittel empfehlen. Stressbedingter Haarverlust hingegen bessert sich, wenn die auslösende Situation behoben ist. Dasselbe gilt für den übermäßigen Ausfall von Haaren nach hormonellen Umstellungen, beispielsweise nach der Geburt eines Kindes oder während der Wechseljahre.


Bild: Thinkstock / 178640464 / iStock / 178640464

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