Volkskrankheiten in Deutschland – die häufigsten Diagnosen

Einige Krankheiten werden in Deutsch­land so häufig diag­nostiziert, dass sie zu Recht als Volks­krankheiten be­zeich­net werden. Insbesondere von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Sys­tems sind immer mehr Menschen be­troffen, aber auch die ge­fürch­tete „Zuckerkrank­heit“ und Rücken­pro­bleme schre­cken weiter ab.
Volkskrankheiten in Deutschland - die häufigsten Diagnosen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems gehören zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland. Insbesondere von Bluthochdruck sind viele Menschen betroffen. Die Ursache liegt meist in einem ungesunden Lebensstil: Fettreiche Mahlzeiten, regelmäßiger Alkoholkonsum, wenig oder gar kein Sport, aber auch Stress erhöhen das Risiko, an der sogenannten Hypertonie zu erkranken. Bleibt der Bluthochdruck unbehandelt, steigt zudem die Gefahr für einen Herzinfarkt oder die koronare Herzkrankheit (KHK), die mit Brustschmerzen und Atemnot einhergeht. In der Regel wird Patienten mit hohem Blutdruck ein blutdrucksenkendes Medikament (Betablocker) verschrieben. Zusätzlich müssen Betroffene jedoch ihre Ernährung und ihren Alltag umstellen, um die Erkrankung positiv zu beeinflussen und den Blutdruck auf ein normales Niveau zu senken.

Diabetes und Erkrankungen des Bewegungsapparats

Typ-2-Diabetes war früher in erster Linie eine Erkrankung, die sich im Alter entwickelte. Inzwischen erkranken jedoch auch immer mehr junge Menschen an der gefürchteten Zuckerkrankheit. Ständiger Durst, Harndrang und eine langsame Wundheilung können Hinweise auf Diabetes sein. Die Ursache liegt meist in einer ungesunden Ernährung und damit einhergehendem Übergewicht. Dementsprechend können die Blutzuckerwerte mit Hilfe einer konsequenten Ernährungsumstellung auch wieder normalisiert werden. Die meisten Betroffenen müssen jedoch zusätzlich Tabletten nehmen oder Insulin spritzen. Auch Rückenschmerzen zählen zu häufigen Beschwerden hier in Deutschland. Insbesondere stundenlanges Arbeiten in sitzender Position, aber auch Bewegungsmangel und Übergewicht fördern Probleme im Rückenbereich, die den Alltag erheblich einschränken können. Massagen und Physiotherapie können Abhilfe schaffen, langfristig müssen Betroffene jedoch ihre Rückenmuskulatur stärken, um die Schmerzen in den Griff zu bekommen – und das funktioniert nur mit viel Bewegung. Hier finden Sie noch weitere interessante Tipps und Ratschläge bezüglich Rückenschmerzen.

Bleiben Sie gesund!

Eine ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Laster wie Alkohol und Nikotin erhöhen das Risiko, an einer dieser sogenannten „Volkskrankheiten“ zu erkranken. Das bedeutet jedoch im Umkehrschluss, dass jeder Mensch sein Schicksal selbst in der Hand hält und mit einem gesunden Lebenswandel erheblich dazu beitragen kann, von Rückenschmerzen, hohem Blutdruck oder Herzkrankheiten verschont zu bleiben.

Bild: Eisenhans – Fotolia

Mediziner