» Gürtelrose

Autor: Michael

Die Schwangerschaft sensibilisiert. Sensibilisiert gegenüber ansteckende Krankheitserreger. Insbesondere eine Gürtelrose in der Schwangerschaft löst große Unsicherheit bei den Frauen aus. Auch wenn Frauen in ihren Schwangerschaftswochen an der Gürtelrose erkrankt sind, so ist das ungeborene Kind nicht gefährdet. Denn die Viren gelangen nicht in das Blut der Mutter und somit auch nicht in den Mutterkuchen.

schwangere Frau

Die Gürtelrose bedingt eine Infektion mit den Windpocken. Und Frauen, die die Windpocken zumeist in ihrer Kindheit ausgeheilt haben, behalten den Virus im Körper und können somit eine Gürtelrose entwickeln. Denn die Gürtelrose ist die zweite Infektion mit dem Windpockenvirus, der nicht in die menschliche Blutbahn gelangt. Daher ist eine Gürtelrose in der Schwangerschaft nicht gefährlich für das Kind, und auch ungefährlich, aber schmerzhaft für die Frau. Eine Medikation ist in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Aber der Arzt sollte unbedingt aufgesucht werden, mit dem die richtige Heilbehandlung besprochen werden muss.

Die Gürtelrose ist die späte Folge einer früheren Infektion mit den Windpocken, sodass eine ausgebrochene Gürtelrose in der Schwangerschaft nicht gefährlich ist. Eine Gefahr für das ungeborene Kind besteht erst dann, wenn die Mutter die Windpocken noch nicht hatte und sich mit diesem Virus infiziert. Ansonsten ist die Schwangerschaft nicht gefährdet.    [...mehr]


Autor: Michael

Allgemeines zur “Gürtelrose” - und ein Ausblick auf neue Behandlungsmethoden.

Gürtelrose (Herpes Zoster) ist eine hochinfektiöse Viruserkrankung, die einen schmerzhaften Hautausschlag verursacht. Sie wird durch das Herpesvirus Varizella-Zoster übertragen; die meisten Menschen werden schon in der Kindheit infiziert - dann verursacht das Virus die Windpocken.

Die meisten Betroffenen sind nach einmaliger Windpocken-Erkrankung im Kindesalter immun gegen den Krankheitserreger. Das Virus bleibt latent im Körper, aber nur in seltenen Fällen - etwa bei starker Immunschwäche oder, wie man neuerdings annimmt, durch starken Stress - kann es sich zur sogenannten “Gürtelrose” entwickeln. Das Nervengewebe entzündet sich. Während der Inkubationszeit, die in der Regel etwa zwei Wochen beträgt, wurden Symptome wie Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein und Übelkeit beobachtet, in erster Linie aber ein starkes, schmerzhaftes Brennen an den betroffenen Hautstellen. Wenige Tage nach dem Auftreten der ersten Schmerzen röten sich entzündete Hautpartien, es bilden sich kleine Knötchen und schließlich Bläschen, die eine eitrige, infektiöse Flüssigkeit enthalten.

Am Häufigsten sind Brust- und Rückenbereich betroffen. Der Name “Gürtelrose” rührt von der streifen-artigen Ausbreitung der Entzündung am Rumpf. Allerdings kann Herpes Zoster auch nahezu alle anderen Hautpartien befallen: Sowohl Arme und Beine, als auch Kopf, Genitalien, Hände und Füße. Besonders gefährlich ist Zoster ophthalmicus, bei dem Gesicht und Augen betroffen sind. Wird hier nicht frühzeitig mit Virostatika behandelt, kann die Erkrankung den Augen gefährlich werden. Ferner bezeichnet Zoster generalisatus einen Befall des gesamten Nervensystems. Dieser tritt aber sehr selten auf und setzt ein allgemein sehr stark geschwächtes Immunsystem, beispielsweise durch Leukämie, AIDS oder Krebserkrankungen, voraus.

Die oben erwähnte Behandlung mit Virostatika ist in den meisten Fällen nicht erforderlich. Bei partiell beschränkter Erkrankung und ansonsten unbeeinträchtigtem Immunsystem reicht gewöhnlich eine lokal begrenzte Behandlung mit Zink-Schüttelmixtur.

2008 wird ein Impfstoff in Deutschland eingeführt.

Der Impfstoff “Zostavax” soll die Erkrankungsgefahr um mehr als die Hälfte reduzieren. Er wurde vor zwei Jahren in den Vereinigten Staaten zugelassen; 2008 soll er auch in Deutschland - besonders für Personen über 60 Jahren - eingeführt werden. Tatsächlich scheint “Zostavax” die Erkrankungsgefahr um bis zu 61% zu verringern.

Weitere hilfreiche Tipps über Ursachen, Sympthome und Heilverfahren könnt ihr bei Netdoktor nachlesen.    [...mehr]