Spirale: Kupfer- und Hormonspirale zur Verhütung

Spiralen gehören neben Kondomen und der Anti-Baby-Pille zu den gängigsten Verhütungsmitteln. Grundsätzlich lassen sich zwei Arten unterscheiden: Die Kupferspirale und die Hormonspirale.

Die Spirale, in der Fachsprache auch Intrauterinpessar, ist ein Produkt zur Empfängnisverhütung, das in die Gebärmutter der Frau eingesetzt wird. Die Spirale gibt es in verschiedenen Größen, besteht in der Regel aus Kunststoff und ihre Form erinnert an ein T. Einmal von einem Frauenarzt eingesetzt, kann die Spirale drei bis sogar zehn Jahre in der Gebärmutter verbleiben.

Die Kupferspirale

Bei der Kupferspirale ist der Kunststoff zum Teil mit einem Kupferdraht umwickelt. Das ständig in kleinsten Mengen abgegebene Kupfer hemmt die Samenzellen auf ihrem Weg zum Eileiter. Außerdem stört es den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass mit der Einnistung einer befruchteten Eizelle auch eine Schwangerschaft verhindert.

Die Spirale löst leichte Entzündungen aus, die aber nicht gesundsheitschädlich sind, weil sie nicht von Bakterien oder Viren bedingt wurden. Sie lösen aber eine Abwehrreaktion des Körpers aus, die die Befruchtungsfähigkeit der Spermien herabsenkt.

Vor- und Nachteile der Kupferspirale

Die Kupferspirale bietet den Vorteil, dass zum einen ein relativ hoher Schwangerschaftsschutz ohne die Einnahme von Hormonen gewährleistet ist. Zum anderen muss nicht ständig an die Verhütung gedacht werden, wie es zum Beispiel bei der täglich einzunehmenden Anti-Baby-Pille der Fall ist.

Kupferspiralen schützen aber nicht vor Eileiterschwangerschaften. Durch ihre Verwendung kann es darüber hinaus zu einer stärkeren und schmerzhafteren Menstruation kommen. In manchen Fällen werden Unterleibsentzündungen ausgelöst, die bei ausbleibender ärztlicher Behandlung Unfruchtbarkeit zur Folge haben können.

Die Hormonspirale

Bei der Hormonspirale fehlt der Kupferdraht, sie gibt an der Stelle von Kupfer kleine Mengen des Hormons Gestagen ab. Dieses führt in erster Linie zu einer Verdickung und Mileuänderung des Gebärmutterschleims, was wiederum die Bewegung der Spermien behindert. Es wird ebenfalls das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut unterdrückt und somit das Einnisten einer befruchteten Eizelle verhindert.

Als Nebenwirkung der Hormonspirale sind Störungen bei der Menstruation, sowie Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen oder sexuelle Unlust bekannt.

Author: Mediziner