Schleimbeutelentzündung: Symptome und Behandlung

Die Schleimbeutelentzündung ist eine häufig auftretende Krankheit. Besonders Menschen im mittleren Alter sind von ihr betroffen. Zur Risikogruppe zählen alle Menschen, die einen Teil ihres Körpers übermäßig stark belasten müssen. In unserer spezialisierten Gesellschaft trifft das auf viele Berufsgruppen zu.

Eine Schleimbeutelentzündung (lat. Bursitis) ist relativ leicht selbst feststellbar. Obwohl man in jedem Fall einen Arzt konsultieren sollte, kann man selbst bei leichten Anzeichen dieser schon Maßnahmen treffen und so die Entzündungswahrscheinlichkeit eindämmen.

Die Symptome einer Schleimbeutelentzündung

Meistens bilden sich Schleimbeutelentzündungen an den Gelenken, besonders an Knie, Ellbogen und Handgelenk, eben den Gelenken, die häufig beansprucht werden. Fängt dieser Teil des Körpers an zu schmerzen, ist er besonders heiß oder tritt eine Schwellung auf, die sich innen flüssig anfühlt, sollte man eine Schleimbeutelentzündung als Auslöser in Betracht ziehen.

Bursitis kann aber auch andere Ursachen haben als Überbelastung. Manchmal ist sie die Nebenerscheinung einer Krankheit, z.B. Gicht, manchmal sind Bakterien an der Entzündung schuld. So ist das bloße Überlegen, ob die Stelle viel belastet wurde, nicht ausreichend, um eine Schleimbeutelentzündung auszuschließen.

Aber auch andere Schmerzen im Körper können von einer Schleimbeutelentzündung stammen. Denn sitzt diese nicht direkt am Gelenk, sondern ist tiefer im Körper verborgen, schmerzt die Stelle nur und schwillt nicht an. Solche Entzündungen sind bloß auf dem Ultraschall zu erkennen.

Behandlung von Bursitis

In jedem Fall sollte man bei Verdacht auf eine Schleimbeutelentzündung einen Arzt konsultieren. Dennoch kann man in der Zwischenzeit bereits helfende Maßnahmen treffen. Dabei ist das Wichtigste, die betroffene Stelle zu schonen, also ruhig zu halten und nicht zu belasten.

Weiterhin helfen Kühlkissen, die mit einem die Haut schützenden Lappen auf die Stelle aufgelegt werden können – auch ruhig öfter am Tag. Auch entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen können Abmilderung schaffen.

Der Arzt oder die Ärztin wird nach Diagnose einer Schleimbeutelentzündung eben solche oben beschriebenen Maßnahmen verordnen. Weiterhin kann er nach eigenem Ermessen entscheiden, ob eine Punktion notwendig ist. Bei einer Punktion wird die Flüssigkeit aus der betroffenen Stelle abgesaugt und diese danach verbunden.

Hilft die Behandlung nicht, wird nach drei bis sechs Wochen erwogen, die betroffene Stelle zu operieren. Dies ist jedoch immer der letzte Schritt; die meisten Schleimbeutelentzündungen können mit Ruhigstellung und Kühlung gut kuriert werden.

Wichtig ist es, nach einer überstandenen Schleimbeutelentzündung schonend mit der betroffenen Stelle umzugehen und sie durch gezielte Gymnastik und Muskelaufbau widerstandsfähiger zu machen, so dass der Schleimbeutel sich nicht noch einmal entzündet.

Mediziner
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