Selbsthilfe-Tipps für Menschen mit Urtikaria

Bei der Nesselsucht handelt es sich um eine Hautkrankheit, unter der viele Menschen immer wieder leiden. Insbesondere der ausgeprägte Juckreiz und die für Außenstehende unschönen roten Quaddeln machen den Betroffenen zu schaffen. Im Folgenden werden Fragen zum Thema Nesselsucht beantwortet und Sie erfahren, wie die Symptome der Nesselsucht mit einfachen (Haus-)Mitteln gelindert werden können.

Den Juckreiz lindern

Jede Form der Nesselsucht geht mit Juckreiz einher, der die Betroffenen Tag und Nacht quält. Um Hautverletzungen durch unbewusstes Kratzen – etwa im Schlaf – zu verhindern, halten Sie Ihre die Fingernägel kurz. Kinder können zudem spezielle Handschuhe tragen. Akuter Juckreiz wird durch Kühlen gelindert. Eine kalte Dusche oder Kühlakkus und Kühlkissen aus der Apotheke helfen. Dabei gilt: Kühlakkus aus dem Eisfach dürfen nicht direkt auf die Haut gelegt werden, sondern sollten zunächst in ein Tuch gewickelt werden. Auch antihistaminische Gels aus der Apotheke kühlen und wirken zugleich entzündungshemmend.
Handelt es sich allerdings um eine so genannte Kälteurtikaria, die durch niedrige Temperaturen ausgelöst wird, ist Kälte hingegen zu meiden. In diesem Fall kann ein lauwarmes Bad, dem Natriumhydrogencarbonat hinzugefügt wurde, für Linderung sorgen. Der auch als Natron bekannte Stoff ist beispielsweise in Backpulver enthalten: Eine halbe Tasse genügt für ein Vollbad, das etwa zehn Minuten dauern sollte.

Selbsthilfe bei Nesselsucht: Diese Hausmittel können helfen!

Viele Hausmittel können die Symptome einer Nesselsucht effektiv lindern und den Alltag mit der Krankheit erleichtern. Mischen Sie zum Beispiel 200 Milliliter Essig mit 30 Gramm geriebenem Ingwer und 60 Gramm Zucker. Lassen Sie die Masse fünf Minuten kochen und gießen Sie anschließend 150 Milliliter Wasser hinzu. Es entsteht eine Paste, die in abgekühlter Form mehrmals täglich aufgetragen werden kann. Viele Betroffene reiben die Haut auch direkt mit Essigwasser ein, wobei pro Liter Wasser ein Esslöffel Essig ausreicht. Die Rezeptur sorgt für Erleichterung, kann die Haut jedoch auch austrocknen, weshalb sie nicht zu häufig angewendet werden darf.

Selbsthilfe ersetzt nicht den Arztbesuch

Selbsthilfemaßnahmen wie das Kühlen der betroffenen Hautstellen mit Eis oder juckreizlindernde Bäder können den Alltag mit Nesselsucht erleichtern. Sie ersetzen jedoch nicht den Besuch bei einem Hautarzt, damit dieser die genaue Ursache der Urtikaria ausfindig machen kann.

Foto gestellt von: ThinkStock, iStock, konmesa

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