Antibiotika – Penicillin und Co.

Bei Infektionen mit Bakterien werden häufig Antibiotika verschrieben um z.B. Entzündungen Einhalt zu gebieten. Die Anwendungsbereiche von Antibiotika sind vielfältig. Dennoch bergen Antibiotika auch gefahren so bilden einige Bakterien etwa Resistenzen aus, was dazu führt, dass die Behandlung solcher Erreger schwieriger wird.

Das Antibiotikum Penicillin ist wohl eines des bekanntesten und war ein Meilenstein im Kampf gegen Staphylokokken und ähnliche Erreger, die sein Entdecker Alexander Fleming erstmals erfolgreich behandelte. Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Antibiotika entwickelt, die ein größeres Behandlungsspektrum ermöglichten.

Darreichung von Antibiotika

Während man früher Antibiotika relativ großzügig verabreichte, gehen Ärzte heute dazu über Antibiotika nur dann zu verabreichen, wenn es tatsächlich nötig ist, da man mittlerweile um ihre Nebenwirkungen weiß. Einige Menschen leiden z.B. unter einer Allergie, die auf die Gabe von Antibiotika zurückzuführen sind. Auch töten Antibiotika Bakterien ab, die im Körper natürlich vorhanden sind und können somit etwa die Darmflora schädigen.

Die Darreichungsform von Antibiotika ist sehr unterschiedlich, neben der Tablettenform werden antibiotische Wirkstoffe auch injiziert oder z.B. als Augen- oder Nasensalben verschrieben, je nach Erkrankung.

Antibiotika und Resistenzen

Nimmt man Antibiotika sollte man die Dosis regelmäßig und so lange wie vom Arzt verordnet einnehmen, damit sich die Wirkung voll entfalten kann. Ein vorzeitiges Absetzen eines Antibiotikums kann dazu führen, dass der entsprechende Erreger resistent gegen das Antibiotikum wird.

Eine bekannte Form eines Erregers, der eine Resistenz ausgebildet hat ist der Methycillin resistente Staphylococcus aureus (MRSA), der auch als „Krankenhauskeim“ bekannt ist. Die resistente Form dieser Kokkenform ist vor allem für frisch operierte Patienten gefährlich, da er zu schwerwiegenden Entzündungen führen kann. Tritt ein MRSA-Fall im Krankenhaus auf, wird der Patient meist isoliert und das Pflegepersonal muss bestimmte Richtlinien einhalten.

Viren bleiben von Antibiotika meist unbeeindruckt. Bakterien wie Meningokokken oder Verursacher von Harnwegsinfektionen können hingegen mit Antibiotika eingedämmt werden. In Deutschland sind solche Medikamente verschreibungspflichtig. In anderen Ländern hingegen, wie z.B. den USA sind auch solche Medikamente frei erhältlich. Da allerdings bestimmte Antibiotika nur gegen einige Krankheiten helfen, sollte man von einer Selbstbehandlung Abstand nehmen und unbedingt einen Arzt aufsuchen, bevor man Antibiotika einnimmt.

Mediziner