Vom Leberfleck zum Hautkrebs: Worauf muss man achten?

Hautkrebs ist selten und gut behandelbar, wenn er frühzeitig erkannt wird. Wer hat ein erhöhtes Krebsrisiko? Welches sind die ersten Warnzeichen? Und wie kann man Hautkrebs vermeiden?

Hautkrebs kommt in zwei Hauptvarianten vor: Die weitaus meisten Fälle sind dem im Alter auftretenden weißen Hautkrebs (Basaliom, Spinaliom) zuzurechnen, der im Vergleich zum relativ seltenen schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) besser zu behandeln ist, weil er wesentlich weniger aggressiv ist und nicht streut.

Risikofaktoren für Hautkrebs: Veranlagung und Sonne

Alle Studien zum Thema Hautkrebs zeigen, dass die genetische Veranlagung einen großen Risikofaktor für Hautkrebs bildet. Grundsätzlich gilt: Wer helle Haut hat, rothaarig ist, wer viele Sommersprossen, Muttermale und Leberflecke hat und natürlich derjenige, in dessen Familie Hautkrebs bereits aufgetreten ist, trägt ein größeres Risiko an Hautkrebs zu erkranken.

Der zweite wesentliche Faktor bildet zudem die eigene Lebensführung: Wer sich viel und ungeschützt der Sonne aussetzt und Sonnenbrände – besonders in der Kindheit – hatte, bei dem besteht ebenfalls eine größere Gefahr.

Leberflecke, Muttermale, Sommersprossen und Altersflecken sind zunächst einmal harmlose gutartige Pigmentstörungen. Doch Hautflecke können erste Anzeichen für bösartige Krebswucherungen (Melanome) bilden.

Es gibt eine einfache Faustregel für die Selbstbegutachtung, die so genannte ABCD-Regel: Asymmetrie, Begrenzung, Colour, Durchmesser. Ist der Fleck unregelmäßig, ausgefranzt, hat er wulstige Ränder, wächst er, verändert er sich auffällig, ist er rötlicher oder dunkler als übliche Muttermale, Leberflecke oder Sommersprossen, ist er größer als ein Millimeter? Wer mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet, sollte sich vom Dermatologen intensiv untersuchen lassen.

Außerdem zeigen erhabene, also aus der Hautoberfläche abstehende, herausragende Muttermale ebenso wie Stellen ständiger Hautreizungen und Hautstellen mit knotiger, rauer oder verhärteter Oberfläche eine größere Tendenz bösartige Melanome auszuprägen.

In allen diesen Fällen ist das so genannte Hautkrebs-Screening, eine Untersuchung auf Hautveränderungen beim Dermatologen, das die gesetzliche Krankenkasse für Patienten ab 35 Jahren alle zwei Jahre übernimmt, Pflicht, denn genau kann nur ein Hautarzt die Hautveränderungen bestimmen. Mit dem Hautkrebs-Screening kann der Hautarzt bösartige Veränderungen frühzeitig feststellen und behandeln, denn wie bei allen Krebsarten ist die Früherkennung das A und O, wer sich vorher erkundigen will, kann Fragen zu Hautkrebs bei gutefrage.net nachlesen, sollte bei Zweifel aber unbedingt einen Arzt konsultieren.

Hautkrebs vorbeugen

  • Sonne meiden,
  • Selbstbeobachtung von Hautauffälligkeiten,
  • bei auffälligen Hautveränderungen zum Hautarzt,
  • ab dem 35. Lebensjahr regelmäßiges Hautkrebs-Screening
Mediziner
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