Sport ist Mord?

Wir alle kennen diesen Spruch, den vor allem die Sportmuffel in der Schule immer wieder brachten. Irgendwann im Erwachsenenalter kommt dann jedoch meistens die Erkenntnis, dass Sport eben nicht Mord, sondern durchaus gesund ist und auch zum seelischen Wohlbefinden beiträgt. Nicht ohne Grund sind Fitnessstudios also angesagter denn je.


Sport ist im Trend. Vor allem die Zahlen zeigen den Sporthype, der gerade durch Deutschland geht: Mehr als acht Millionen Deutsche sind derzeit in Fitnessstudios angemeldet, Tendenz steigend. Egal ob das Studio in Berlin, Fitness in Freiburg oder das Dorf um die Ecke, überall locken Fitnessstudios mit attraktiven Angeboten.

Sport gegen Rückenschmerzen und Co.

Eine löbliche Entwicklung, zeigen doch auch jüngste Zahlen, dass immer mehr Menschen unter Übergewicht und den daraus resultierenden Krankheitsfolgen leiden. Sport kann diese nachweislich verringern, weswegen viele Ärzte bei Rückenschmerzen und anderen Beschwerden den Gang ins Fitnessstudio empfehlen. Auch die Symptome von Diabetes können mit gezielter sportlicher Betätigung gelindert werden, sodass viele Patienten bei denen die Diagnose Diabetes Typ zwei ausgesprochene wurde, durch eine ausgewogene Ernährung und Sport sogar ganz auf Medikamente verzichten können.

Schutz vor Gefäßerkrankungen

Auch Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall rückt der Sport zu Leibe: Durch Sport und das daraus resultierende Schmelzen der Pfunde wird das gefährliche Bauchfett aufgelöst. In ihm werden die Hormone gebildet, die schlussendlich für viele Krankheiten ausschlaggebend sind. Sie bilden sich oft aufgrund mangelnder Bewegung. Anders als früher sitzt der Mensch heute vermehrt am Schreibtisch, sodass die durch die veränderte Ernährung entstandenen Kilos sich schnell an Problemzonen wie Hüfte, Bauch und Po festsetzen.

Sport hebt die Laune

Doch nicht nur körperlich tut Sport dem Menschen gut. Oftmals fühlt man sich nach dem Sport, vor allem wenn man sich so richtig ausgepowert hat, auch mental frisch und entspannt. Durch die bei der Bewegung ausgeschütteten Glückshormone fühlt man sich nach dem Sport oft regelrecht aufgeputscht. Auch Patienten, die unter Depressionen leiden, spüren diese Veränderung im Hormonhaushalt, sodass es ihnen nach regelmäßigem Sport oft besser geht. Auch Stress wird durch die Bewegung abgebaut. Wer sich also kaputt und ausgelaugt fühlt, sollte vielleicht ins Fitnessstudio gehen oder eine Runde um den Block laufen, anstatt es sich auf dem heimischen Sofa gemütlich zu machen.

Nicht übertreiben

Sport hat viele positive Auswirkungen auf Körper und Geist. Der Spruch „Sport ist Mord“ ist also nur eine Ausrede für alle, die sich davor drücken möchten. Wichtig ist aber, es mit dem Sport nicht zu übertreiben: Gönnen Sie dem Körper zwischen den Trainingseinheiten ausreichende Ruhephasen, damit sich die Muskeln regenerieren können.

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