Scheidentrockenheit – nicht nur in den Wechseljahren ein Problem

Wenn Frauen mangelnde  Lubrikation (Feuchtigkeitsbildung) in der Scheide beklagen, wird vom Problem der „vaginalen Trockenheit“ bzw. „Scheidentrockenheit“ gesprochen.

Auch Orchideen brauchen Feuchtigkeit ©Flickr/ Kevin Merle Jr

Die Scheidentrockenheitsprobleme zeigen sich in der Regel in Form von Juckreiz und Brennen und führen vielfach auch zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Häufig wird die vaginale Trockenheit nur der Menopause bzw. den Wechseljahren zu geschrieben, kann aber trotz der tatsächlichen Häufung im Klimakterium (Zeitraum der Wechseljahre), genauso jüngere Frauen betreffen.

Vaginale Trockenheit erhöht Anfälligkeit für Infektionen

Die „zu“ trockene Scheide ruft aber nicht nur unangenehme Empfindlichkeiten hervor, sie erhöht durchaus auch die vaginale Infektionsanfälligkeit, da aufgrund der mangelnden Feuchtigkeit der sogenannte Selbstreinigunsmechanismus der Scheide beeinträchtigt ist und so das Vaginalgewebe den wichtigen Schutz gegen mechanische Beanspruchung (teilweise) verliert. Beim Geschlechtsverkehr kann die Scheide somit viel schneller wund werden, was es Mikroorganismen, wie zum Beispiel Bakterien, bedeutend leichter macht  sich an der Scheidenschleimhaut festzusetzen.

Hinsichtlich der Ursachen für Scheidentrockenheit kommen sowohl psychische als auch körperliche Ursachen in Betracht.

Symptome und Behandlung von Scheidentrockenheit

So vielfältig wie die möglichen Ursachen sind auch die Behandlungsmöglichkeiten der Scheidentrockenheit. Behandlungsweisen sollten immer exakt auf die zu behandelnde Frau abgestimmt sein.

Akute Linderung bieten z.B. ein medizinisches, hormonfreies Feuchtigkeitsgel, dessen Wirkungsweisen auf der Spende von Feuchtigkeit, einer Optimierung der Vaginalflora sowie des Gewebezustand der Scheide beruht.

Mediziner