Neurodermitis: Achten Sie auf Ihre Hautpflege

Neurodermitis: Achten Sie auf Ihre Hautpflege

Tägliche Hautpflege sollte für jeden selbstverständlich sein, für Neurodermitiker ist sie jedoch von besonders großer Bedeutung: Mangelnde oder falsche Pflege kann zu einer Verschlechterung des Hautbilds führen, die mit starkem Juckreiz, Hautschuppung und Rötungen einhergeht. Erfahren Sie hier, worauf es bei der Pflege ankommt.

Eincremen ist wichtig

Wer unter Neurodermitis leidet, darf das tägliche Eincremen nicht vernachlässigen. Mindestens zweimal täglich sollte die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme oder Lotion versorgt werden. So wird eine Austrocknung verhindert und der natürliche Hautschutzmantel gestärkt. Im Winter sind fetthaltige Cremes empfehlenswert, denn zu dieser Jahreszeit ist Haut aufgrund von Kälte und trockener Heizungsluft besonders empfindlich. Spezielle Pflegeprodukte für Neurodermitiker sind in der Regel nur in der Apotheke erhältlich. Hier erhalten Betroffene auch eine kompetente Beratung, die Ihnen den Umgang mit der Krankheit und die Auswahl der geeigneten Produkte erleichtert. Handelsübliche Duschgels, Shampoos und Cremes sind für Neurodermitiker in der Regel nicht geeignet, da sie meist Emulgatoren sowie Duft- und Konservierungsstoffe enthalten, die sich negativ auf den Zustand der Haut auswirken können.

Nicht übertreiben

So wichtig die Pflege bei Neurodermitis auch ist: Zu viel Pflege kann ebenfalls fatale Folgen haben. Neurodermitiker sollten nicht zu häufig baden und stets rückfettende Badezusätze benutzen. Spezielle Ölbäder, die speziell auf die Bedürfnisse von Neurodermitishaut zugeschnitten sind, sind jedoch gut zur Pflege geeignet: Das Öl legt sich wie ein Film auf die Haut und spendet so nachhaltig Feuchtigkeit. Auch wenn Sie unter unangenehmem Juckreiz leiden, kann ein Ölbad äußerst wohltuend sein und die Haut beruhigen. Für die tägliche Pflege ist jedoch eine kurze Dusche mit warmem, nicht zu heißem Wasser empfehlenswert. Anschließend sollten Sie die Haut wieder sorgfältig eincremen, denn jeder Kontakt mit Wasser entzieht ihr Feuchtigkeit.

Hautpflege muss individuell sein

Neurodermitiker müssen die Hautpflege stets an den aktuellen Hautzustand anpassen: Nur so können Krankheitsschübe gelindert und ekzemfreie Phasen möglichst lange aufrechterhalten werden. Da jede Haut anders reagiert, ist die Suche nach den richtigen Cremes und Bädern jedoch oft aufwendig. Apotheken können hier Hilfestellung leisten und Betroffenen die Auswahl der für sie geeigneten Pflegeprodukte erleichtern. Aber auch einen guten Hautarzt zu finden, ist nicht einfach, daher hier ein Infotipp.

Bild: Farina3000 – Fotolia

Mediziner