Medizinische Begriffe – ein Dschungel für alle, die keine Ärzte sind

Bei all denjenigen, die keine Ärzte sind, wecken medizinische Begriffe oft Unverständnis und werfen allenfalls noch mehr Fragen auf als sie Antworten geben. Hier kann sich der Otto-Normal-Verbraucher Hilfe holen.

Fachchinesisch verwirrt den Patienten

Was ist der Nocebo-Effekt? Inwiefern komme ich mit Spiegelneuronen in Berührung? Sollte ich mein Immunglobulin E einmal ärztlich prüfen lassen? Und was richten Campylobacter-Keime aus? Medizinische Begriffe können Otto-Normal-Verbrauchern ganz schöne Kopfschmerzen bereiten, wenn diese überhaupt nicht wissen, was sie mit einem bestimmten Begriff in Verbindung bringen sollen. So wird ein gewöhnlicher Routinebesuch beim Arzt zu einem Spießroutenlauf: Anstelle von klaren Auskünften über seinen Gesundheitszustand bekommt der Patient medizinischen Fachjargon zu hören, den er nicht versteht. Was für einen ausgebildeten Mediziner selbstverständlich ist, ist für einen Laien unerforschtes Terrain.

Recherche schwieriger als erwartet

Nachfragen kann ebenso helfen wie nachschlagen. Da diese Problematik längst bekannt ist, haben diverse Autoren Nachschlagewerke geschaffen, die allerlei medizinische Begriffe aus verschiedenen Fachbereichen der Medizin in verständlicher Sprache einem breiten Publikum zugänglich machen. Alphabetisch geordnet und nach Fachbereichen sortiert erfährt der Patient hier Wissenswertes über Symptome, Diagnostiken, Heilmethoden, Spezialärzte oder die unterschiedlichen Körperteile und ihre Funktionen. Die Wissenschaftlichkeit der Medizinlexika richtet sich je nach dem Zweck, den sie zu erfüllen haben. Sicherlich ist ein Medizinlexikon für angehende Ärzte anders aufgebaut und geschrieben als eines, das sich auf einen humorvollen Umgang mit der Thematik konzentriert. Bevor man sich eine Quelle für spezielle medizinische Begriffe sucht, sollte also zunächst die Ernsthaftigkeit und eigene Absicht sowie Weiterverwertung hinterfragt werden. Es gibt verschiedene Wege, wie man Medizinlexika beziehen kann. Solche, die einen wissenschaftlichen Standard zu erfüllen haben, kann man am besten über eine Hochschulbibliothek oder einschlägig bekannte und renommierte Internetseiten beziehen. Solche, die eher allgemeiner informativer Natur sind, kann man im Buchhandel oder übers Internet erwerben. Wer einfach auf die Schnelle einen Überblick darüber bekommen möchte, was ein bestimmter Begriff bedeutet, kann im Internet in verschiedenen Portalen nachschauen. Viele Seiten, die sich mit dem Thema Medizin beschäftigen, bieten Medizinlexika an. Für einen ersten Eindruck reicht das allemal.

Fotolia-Nutzer ‚RB-Pictures‘ steuert das Bildmaterial bei.

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