Lichttherapie – Hilfe bei Depressionen und Schlaflosigkeit

Im Winter haben viele Personen aufgrund der langen Dunkelheit und der klimatischen Bedingungen mit Depressionen zu kämpfen und leiden mitunter auch an Schlafstörungen. Eine Lichttherapie kann da Abhilfe schaffen und die psychische Verfassung wieder ins Gleichgewicht bringen.

Eine Lichttherapie hilft bei depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen © flickr/Q beauty

Die kurzen Tage schlagen vielen Personen auf das Gemüt und hinterlassen ihre Spuren, die sich in Niedergeschlagenheit und Schlaflosigkeit kümmern. Der Grund dafür ist der Mangel an Licht, das eines der Basiselemente des Lebens ist.

Lichttherapie – Hoher Melatoninspiegel

Bei Lichtmangel kommt es im menschlichen Körper zu einer erhöhten Produktion des Hormons Melatonin, welches für den Schlafbedarf verantwortlich ist. Dies führt zu einer verstärkten Müdigkeit während der Tagesstunden. Zudem mangelt es an dem für das Denken und Fühlen verantwortliche Hormon Serotonin, welches darüber hinaus auch die seelische Verfassung steuert.

Ein erhöhter Melatoninspiegel in Kombination mit einem niedrigen Serotoninspiegel kann nach Aussage von Fachärzten sogar Depressionen auslösen. Die Ärzte sprechen in diesem Fall von einer so genannten Saisonal abhängigen Depression (SAD), die bereits seit dem vergangenen Jahrhundert als Krankheit anerkannt wird. Etwa drei Prozent der Europäer sind davon betroffen. Diese Depressionen gehen oftmals mit Schlafproblemen, Reizbarkeit und einem gesteigerten Verlangen nach kohlenhydratreicher Nahrung einer.

Depressionen aufgrund von Lichtmangel

In den skandinavischen Ländern ist die Zahl der Selbstmorde besonders hoch, was von den Wissenschaftlern eindeutig auf den mangelnden Lichteinfall zurückzuführen ist. Dieses Problem wird schon seit geraumer Zeit mit Lichttherapien erfolgreich behandelt. In der schwedischen Hauptstadt Stockholm befinden sich etwa 50 so genannte Lichtcafés, in denen die Gäste in heller Kleidung in heller Umgebung (3.000 Lux) ihr Frühstück oder das Mittagessen zu sich nehmen können.

Diese hohe Lichtstärke ist notwendig, um eine Wirkung bei einer Lichttherapie zu bewirken. In Mitteleuropa ist an einem Sommertag eine Lichtstärke von etwa 10.000 Lux zu verzeichnen. Am Äquator sind es um die 80.000 Lux. Eine normale Zimmerbeleuchtung schafft nur maximal 800 Lux.

Speziallampen für zu Hause

Im Handel sind spezielle Lampen erhältlich, deren Kosten allerdings nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Die beste Basis für eine Lichttherapie bietet die Natur selbst. Und es dauert auch gar nicht mehr so lange, bis die Tage wieder länger werden und sich die Sonne von ihrer besten Seite zeigen wird.

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