Kontaktblutung: Mögliche Ursachen und Behandlungen

Viel mehr Frauen als man denkt haben mit Blutungen zu kämpfen, die außerhalb ihrer Menstruation auftreten. Sollten diese direkt nach dem Geschlechtsverkehr oder nach einem Frauenarztbesuch auftreten, redet man von sogenannten Kontaktblutungen.

Kontaktblutungen @Flickr/Marshall Astor - Food Fetishist

Kontaktblutungen sind erst einmal nicht weiter schlimm, sondern bloß sehr störend. Vor allem, wenn sie noch während des Geschlechtsverkehrs auftreten, wünscht sich frau, die Störung sicher ausschalten zu können. Das ist mit einem Eingriff zwar möglich, sollte aber gut bedacht werden.

Ursachen von Kontaktblutungen

Oft ist die simple Ursache von Kontaktblutungen eine außergewöhnliche Beanspruchung beim Geschlechtsverkehr – sei es durch die Stellung oder durch die Penisgröße des Mannes. Besonderes, wenn die Frau vorher keine Probleme mit Kontaktblutungen hatte, sollte sie einfach die nächsten Male etwas sanfter und vorsichtiger den Beischlaf vollziehen, und das Problem erledigt sich von selbst.

Denn Kontaktblutungen entstehen, wenn der Gebärmutterhals beim Sex oder bei einer Untersuchung berührt wird. Dieser ist viel empfindlicher als das Gewebe von Muttermund und Scheide und neigt daher dazu, wesentlich leichter zu bluten. Bei ab und an auftretender Kontaktblutung mit konkreter Ursache besteht also kein Grund zur Sorge.

Sollte das Blut jedoch nicht „klar“ aussehen, die Blutungen heftiger, länger oder ohne konkrete Ursache auftreten oder von Schmerzen begleitet sein, sollte die Ursache von einem Frauenarzt abgeklärt werden. Denn es kann auch vorkommen, dass sich Gewebe aus dem Gebärmutterhals in den Muttermund verlagert. Bei dieser sogenannten Ektopie ist frau dann viel anfälliger für Blutungen, auch wenn sich an den äußeren Umständen nichts geändert hat. Die Blutungen könnten auch ein Anzeichen für Gebärmutterhalskrebs sein – allein zum Ausschluss dessen ist der Besuch beim Frauenarzt sicher sinnvoll.

Mögliche Behandlung von Kontaktblutung und Ektopie

Eine Ektopie kann vom Frauenarzt diagnostiziert werden. Dieser kann nach Ermessen eine „Verödung“ anbieten, bei der das Gewebe mittels eines Lasers verätzt wird. Danach treten zumindest für eine bestimmte – von Frau zu Frau unterschiedliche – Zeit keine Blutungen mehr auf. Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt und zieht meistens keine Komplikationen nach sich. Allerdings sollte danach sechs Wochen kein Geschlechtsverkehr vollzogen oder Sport getrieben werden.

Jedoch ist nicht gewährt, dass die Kontaktblutungen danach für immer aus dem Leben der Frau verschwunden sind. In vielen Fällen treten sie nach ein paar Jahren wieder auf. Natürlich hat der Eingriff keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Frau. Dennoch sollte er sich gut überlegt und gegebenenfalls mit mehreren Ärzten durchgesprochen werden. Besonders bei leichteren Kontaktblutungen kann der Hinweis zu mehr Vorsicht das Problem bereits beseitigen – so ist der Geschlechtsverkehr zwar etwas sanfter, dafür aber vielleicht länger und sicher sauberer.

Mediziner