Knochenbrüche im Alter – Konservative Maßnahmen können noch mehr Schaden anrichten

Es geschieht im Pflegeheim oder in den eigenen vier Wänden – einmal gestolpert oder ausgerutscht und schon hat man sich eine Fraktur zugezogen. Gerade bei älteren Menschen passieren Knochenbrüche sehr schnell, denn im Alter nimmt die Stabilität der Knochen ab. Doch anders als bei jungen Leute muss die Mobilität schnellstmöglich wiederhergestellt werden.
Der Artikel berichtet von Knochenbrüchen im Alter.

Mit dem Alter nehmen auch degenerative Prozesse im Körper zu

Eine verringerte Calciumaufnahme oder Nebenwirkungen von Medikamenten können zu einer Verminderung der Knochendichte führen. Es drohen degenerative Erkrankungen wie Arthrose oder Osteoporose. Zu den wohl häufigsten Frakturen im Alter zählen neben dem Oberschenkelhalsbruch auch Brüche an den Wirbelkörpern und distale Radiusfrakturen.

Die Therapie muss auf die Wiederherstellung einer vollständigen Funktionsfähigkeit abzielen

Bei konservativen Maßnahmen wie einem Gips oder einer Schiene wird eine komplette Ruhigstellung der Extremität angestrebt, damit die Knochen von selbst wieder zusammenwachsen. Oftmals dauert dieser Prozess jedoch mehrere Wochen, so dass die Funktionstüchtigkeit der betroffenen Extremität danach eingeschränkt ist. Gerade bei älteren Menschen droht so etwa im Falle einer Humerusfraktur eine andauernde Immobilität.

Viele Ärzte raten daher eher zu einer Operation – nur so kann frühestmöglich mit der Mobilisierung begonnen werden. Die Erhaltung der Ressourcen hat vor allem im hohen Alter oberste Priorität. Dennoch sollten aufgrund möglicher Komplikationen Nutzen und Risiken sorgsam gegeneinander abgewogen werden.


Quelle des Bildes: Robert Kneschke – Fotolia

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