Hilfsmittel für das Auge: Wie funktioniert eine Brille?

Die Brille stellt seit dem 13. Jahrhundert die wichtigste Sehhilfe dar und konnte sich über die Jahre weiterentwickeln. Früher war es vielen Menschen peinlich eine Brille zu tragen, was an den Modellen selbst lag, doch heute stellen Brillen ein Styleobjekt dar und werden immer öfter getragen.

Junge Frau mit Brille
Eine Alternative zur Brille ist die Kontaktlinse, diese nutzt auch den gleichen Effekt, um dem Menschen als Sehhilfe dienen zu können.

Die Nutzung der Lichtbrechung

Schon zur vorchristlichen Zeit war den Menschen das Prinzip der Lichtbrechung durch Wasser oder Kristallen bekannt, konnten dieses aber nicht definieren. Nur war den Ägyptern damals klar, dass klein wirkende Hieroglyphen durch einen Kristall vergrößert wurden und so lesbar waren. Auch soll Archimedes dies genutzt haben. Dieses Wissen zog sich immer weiter in der Menschheitsgeschichte und wurde von Alhazen, einem arabischen Optiker aus dem 11. Jahrhundert auch mit Kugeln festgestellt, die mit Wasser gefüllt waren. Die Mönche der folgenden Jahrhunderte entwarfen die ersten Brillen und durch das Schleifen von Glas konnten die Gläser zur Lichtbrechung optimiert werden und dieses Prinzip ist bis heute unverändert.

Das Prinzip

Brillen besitzen zwei geschliffene Gläser für jedes Auge, die den Zweck der Lichtbrechung vor dem Auge nutzen. Diese sind sphärisch aufgebaut und können das Licht dadurch besser brechen. Da Menschen mit einer Sehschwäche eine Verformung des Augapfels aufweisen, fällt das Licht nicht an die richtige Stelle der Netzhaut und verursacht somit das unscharfe Sehen. Durch die Linse wird das Licht in perfekter Weise gebrochen und kann so das Licht an die Netzhaut übertragen. Das Auge ist wie eine Kamera und benötigt Licht. Sobald nicht genügend Licht vorhanden ist, können entweder Gegenstände und Buchstaben in der Ferne oder Nähe nicht erkannt werden und die Linsen helfen dabei. Weitere Informationen kann man online finden z.B. unter Fielmann.de.

So wichtig sind Brillen

Die Funktionsweise von Brillen hat sich seit Jahrhunderten nicht geändert und nur die Gläser wurden verbessert. Kontaktlinsen nutzen dasselbe Prinzip. Kontaktlinsen liegen auf dem Auge und können dadurch so dünn bleiben. Je näher die Linse ist, desto besser kann das Licht vom Auge erfasst werden und die Umgebung wird scharf. Dadurch ist dieses alte Prinzip sehr bewährt.

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