Helfen Aminosäuren bei Autismus?

Autismus zählt zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen und steht für unheilbare Verarbeitungsstörungen des Gehirns, welche häufig mit Wahrnehmungsstörungen gekoppelt sind. Man unterscheidet den sogenannten frühkindlichen Autismus und das Asperger-Syndrom, welches meist erst nach dem dritten Lebensjahr auftritt. Betroffene haben Probleme mit Kommunikation und sozialer Interaktion und weisen bestimmte stereotype Verhaltensweisen auf. Sehr oft sind betroffene Personen übermäßig intelligent oder aufmerksam oder verfügen über ein besonders gutes Gedächtnis. Autismus lässt sich zwar nicht heilen, durch bestimmte Präparate können jedoch vereinzelt positive Veränderungen beobachtet werden.

Wie wirken Aminosäuren bei Autismus?

Aminosäuren werden häufig als Bausteine der Proteine bezeichnet. Unterschieden werden essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren. Erstere werden vom Körper nicht selbst produziert und müssen daher über die Nahrung oder entsprechende Präparate aufgenommen werden. Viele Aminosäuren verbessern die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, vermindern Stress und Unruhe und sorgen für gesunde und vital aussehende Haut und Haare. Außerdem helfen Aminosäuren dem Körper bei der Regeneration, beispielsweise nach Unfällen und Operationen oder bei Erkrankungen. Werden an Autismus erkrankte Personen mit bestimmten Aminosäuren therapiert, so kann dies positive Auswirkungen haben. In vielen Fällen bemerkt man eine deutlich verbesserte Aufmerksamkeit und auch die Kommunikation mit Familie, Bekannten und Ärzten verbessert sich schrittweise. Insgesamt kann die Sprache verbessert werden. Viele Stereotypen im Bereich Bewegung und Verhalten vermindern sich nach einigen Wochen der Therapie mit Aminosäuren. Bei der Aminosäuren-Therapie handelt es sich nicht um eine Wunderwaffe, autistische Personen werden also niemals völlig geheilt werden, aber mithilfe der Therapie können aus ihnen selbstständigere, kontaktfreudigere und fröhlichere Menschen werden.

Aminosäuren in anderen Bereichen

Aminosäuren werden jedoch nicht nur zur Behandlung von Autismus und anderen Krankheiten eingesetzt, sie können sich auch positiv auf Muskelaufbau, Regeneration der Muskeln sowie auf die Ausdauer von Sportlern auswirken. Auch bei Diäten werden Aminosäuren erfolgreich eingesetzt. Kraftsportler und Bodybuilder haben einen erhöhten Bedarf an verzweigtkettigen Aminosäuren (BCCA) und L-Glutamin. Diese beiden Stoffe werden bei intensiver Belastung nämlich nicht mehr ausreichend vom Körper produziert. Deshalb ist es sinnvoll, sie von außen zuzuführen. Mittlerweile gibt es Aminosäuren als Liquid, als Pulver und auch in Kapsel- und Tablettenform. Tabletten werden vorwiegend als Ergänzung eines unausgeglichenen Speiseplans eingesetzt. Außerdem kann man sie über Nacht einnehmen, sodass sich die Muskeln im Schlaf regenerieren können. Aminosäuren in Kapsel- und Pulverform sowie als Liquid werden vom Körper viel schneller aufgenommen und können daher vor und nach einer Trainingseinheit eingesetzt werden.

Picture: FikMik – Fotolia

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