Heilpraktikerübernahme auch bei gesetzlicher Versicherung?

Als gesetzlich Versicherter wird man immer häufiger zur Kasse gebeten, wenn es um die Begleichung von Behandlungen oder Zusatzangeboten geht. Dies macht auch keinen Halt vor Kosten, die bei der Inanspruchnahme eines Heilpraktikers entstehen können. Generell kann man hier sogar sagen, dass man als gesetzlich Versicherter diese Kosten immer selbst übernehmen muss, da es nur sehr wenige Ausnahmen oder Sonderregelungen gibt. Dies ist schlichtweg nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen vorgesehen.

Die Ausnahmen bei der Heilpraktikerübernahme

Es gibt einige wenige gesetzliche Krankenkassen, die spezielle Therapien in dieser Richtung bezahlen. Jedoch muss diese ein Arzt durchführen. Hierzu gehören unter anderem Akkupunkturbehandlungen, die in bestimmten Fällen von der Kasse übernommen werden müssen. Doch auch hier bedarf es immer einer gesonderten Beantragung und somit auch individuellen Überprüfung und Genehmigung.

Geht man als Patient zu einem Heilpraktiker, so muss man mit Kosten zwischen 10 und 50 Euro pro Behandlung rechnen. Hinzu kommen die Kosten für eventuell verordnete Naturheilmittel. Zudem ist eine Erstberatung oder Behandlung deutlich teurer, als eine nachfolgende Sitzung. Auch dies sollte man bei den möglichen Kosten immer bedenken. Und all dies muss man als Patient selbst bezahlen, da die gesetzlichen Krankenkassen keine Behandlungen durch einen Heilpraktiker finanzieren.

Empfehlung für eine private Heilpraktiker Zusatzversicherung

Wer gerne die Leistungen eines Heilpraktikers nutzt, sollte deshalb über eine Zusatzversicherung für diesen Bereich nachdenken. Einige Versicherungen bieten hier recht attraktive Zusatzversicherungen an. Jedoch gibt es eine Versicherung für den Heilpraktiker nur in Kombination mit anderen Zusatzversicherungen. Zu den zusätzlichen Leistungen gehören unter anderem die Übernahme der Kosten für Massagen, Heil- und Hilfsmittel oder Vorsorgeuntersuchungen. Wer auch hier Bedarf hat, kann sich mit solch einer Zusatzversicherung rundum gut absichern und diese dann im Bedarfsfall rege nutzen.

Nutzt man allerdings nur den Heilpraktiker, so lohnen sich solche Versicherungen nur bedingt, da die monatlichen Beiträge gegenüber den eventuell anfallenden Kosten mit den Jahren höher ausfallen könnten.

Jedoch kann man eine Empfehlung für eine private Heilpraktiker Zusatzversicherung geben: Lassen Sie sich nicht vom Preis blenden sondern vergleichen Sie vor dem Abschluss immer die Leistungen. In welcher Höhe werden die Kosten übernommen? Sind die anderen zusätzlichen Leistungen sinnvoll oder werden diese in der Regel nicht benötigt? Und ist die Versicherungsgesellschaft regional oder bundesweit tätig? Dinge, die man vor dem Abschluss einer Versicherung immer bedenken sollte.

Photo von Kzenon – Fotolia

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