Gerinnungshemmende Medikamente – Schutz vor Schlaganfall

Gerinnungshemmende Medikamente bieten im Alter einen Schutz vor einem Schlaganfall, der durch Vorhofflimmern ausgelöst wird. Ärzte empfehlen daher Patienten über 75 Jahre, die an solcher Herzrhythmusstörung leiden Medikamente wie Marcumar.

Vorhofflimmern gilt als eine der häufigsten Ursachen für einen Schlaganfall. Ob ein gerinnungshemmendes Medikament Verwendung findet, hängt vom Lebensalter des Patienten ab. Personen unter 65 Jahre ohne Herz- und Gefäßkrankheiten brauchen nach der Deutschen Herzstiftung präventiv keine solchen Medikamente nehmen.

Gerinnungshemmende Medikamente – Verhinderung von Blutgerinnsel

Bei der Anwendung solcher Medikamente spricht man von medizinischer Gerinnungshemmung, oder auch Antikoagulation. Diese verringert die Gefahr von Gerinnselbildung in den Blutgefäßen sowie das Risiko von venösen und arteriellen Gefäßverschlüssen.

In der Umgangssprache werden diese Medikamente auch als Blutverdünner bezeichnet, was jedoch nicht korrekt ist, da das Blut nicht wirklich dünner wird, sondern seine Gerinnungsfähigkeit beeinflusst wird.

Es werden zwei Gruppen Gerinnungshemmer unterschieden. Antikoagulanzien wirken sich auf die Bildung und Wirkung von Gerinnungsfaktoren aus und so genannte Plättchenhemmer beeinflussen die Thrombozyten.

Nebenwirkungen

Gerinnungshemmende Medikamente sollen die Gerinnung des Blutes nicht komplett beseitigen, da diese schließlich zur Wundheilung notwendig ist. Die Blutgerinnung dauert nach der Einnahme solcher Präparate länger, sodass Blutungen länger andauern. Bei kleineren Verletzungen kann die Wundverpflegung problemlos zu Hause versorgt werden. Bei größeren Verletzungen hingegen kann die Einnahme von Gerinnungsfaktoren wie Vitamin K notwendig sein.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Blutungen. Diese beziehen sich vor allem auf die Nase und das Zahnfleisch. Aber auch blaue Flecken sind keine Seltenheit, aber harmlos.

Schwerwiegender sind Nebenwirkungen wie Blut im Stuhl und in Erbrochenen, über längere Zeit andauerndes starken Zahnfleisch- und Nasenbluten sowie sehr große Blutergüsse. Sollten diese Nebenwirkungen auftreten, ist unumgänglich ein Arzt aufzusuchen.

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