Essstörungen: Wenn das Abnehmen zur Krankheit wird

Magersucht wird in der Fachsprache auch als Anorexia nervosa bezeichnet und ist in erster Linie eine Erkrankung, die pubertierende Mädchen und junge Frauen betrifft. Die Stars aus Fernsehen und Zeitungen machen es vor: eine schlanke Figur ist chic. Doch was als Diät zum Verlust von ein paar Kilos beginnt, endet bei einigen als eine lebensbedrohliche Essstörung. Um hier frühzeitig einzugreifen, erfahren Sie im Folgenden mehr über Magersucht und Bulimie.




Das sind die Essstörungen

Magersucht wird in der Fachsprache auch als Anorexia nervosa bezeichnet und ist in erster Linie eine Erkrankung, die pubertierende Mädchen und junge Frauen betrifft. Das normale Abnehmen wird immer weiter ins Extreme getrieben – am Ende werden zum Teil nur noch ein paar Salzstangen am Tag gegessen, dafür aber stundenlang Sport getrieben. Der Körper ist nicht nur dünn, sondern extrem mager und bei vielen bleibt die Regelblutung aus. Mit der Zeit kann der komplette Essverzicht aber nicht mehr durchgehalten werden, in solchen Fällen rutscht der Magersüchtige dann häufig in die Ess-Brech-Sucht.
Bei der Bulimie oder auch Ess-Brech-Sucht handelt es sich um eine Essstörung, bei welcher extreme Mengen an Essen innerhalb kurzer Zeit aufgenommen werden. Nach einer solchen Fressattacke kommt dann das schlechte Gewissen und der Betroffene übergibt sich. Wie bei der Anorexie ist das Hauptsymptom hier auch eine extreme Gewichtsabnahme, durch das mehrfache Übergeben an einem Tag kommt es zudem zu Verätzungen der Speiseröhre und schlechten Zähnen.

Ursachen früh erkennen

Die Gründe von Essstörungen sind noch nicht vollständig geklärt, allerdings liegen psychologische und genetische Ursachen bei den Betroffenen vor. In vielen Fällen beginnt alles mit Hänseleien in der Schule, welche sich auf das Gewicht des Betroffenen beziehen. Es folgt die erste Diät, nach welcher durch den erreichten Gewichtsverlust ein positives Gefühl erzeugt wird. Durch die hinzukommende Bestätigung durch Freunde und Verwandte, entsteht regelrecht Panik vor einer erneuten Gewichtszunahme und es wird alles versucht, um diese zu vermeiden. Mit der Zeit kommt es zu einer falschen Körperwahrnehmung und obwohl der Essgestörte bereits unter dem Normalgewicht liegt, sieht er sich noch immer als übergewichtig an und versucht weiterhin an Gewicht zu verlieren.

Wenn das eigene Schönheitsideal krank macht

Die Essstörungen Anorexia nervosa und Ess-Brech-Sucht sind durch einen extremen Gewichtsverlust gekennzeichnet, der in einem sehr gesundheitsschädlichen Bereich liegt. Die Erkrankten sehen sich meist aber selbst weder als krank noch als dünn an und entwickeln die unterschiedlichsten Maßnahmen, um noch mehr an Gewicht zu verlieren.

Fotourheber: fotografdd – Fotolia

Mediziner