Einem Schlaganfall vorbeugen

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in den Industrieländern und in Europa die häufigste Ursache für eine Langzeitbehinderung. Vorbeugung ist jedoch möglich.

Die Risikofaktoren

Der Schlaganfall ist zu 80% ein Hirninfarkt, bei dem die Durchblutung eines Hirngebietes gestört wird, zu 15% eine Hirnblutung und zu 5% eine Subarachnoidalblutung. Bei dieser blutet das Liquor, das Nervenwasser, welches das Gehirn umgibt, in das Gehirn ein. Für die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden, gibt es bestimmte Risikofaktoren. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, im Alter tritt der Schlaganfall weit öfter auf als bei jungen Leuten, eine genetische Disposition spielt eine Rolle. Riskant sind zudem Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, Übergewicht und falsche Ernährung. Ausgelöst wird der Schlaganfall sehr oft durch Bluthochdruck, der kontrolliert werden sollte (gesunde Ruhewerte: 130/80 mm Hg). Schon ab 130/100 steigt das Schlaganfallrisiko um 10%.

Die Vorbeugung

Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte gesund leben, auf übermäßigen Alkohol verzichten, auf Rauchen sowieso und sein Gewicht reduzieren. Sport ist immer hilfreich. Die Kochsalzaufnahme kann auf 3 – 5 g/ Tag beschränkt werden. Kaffee sollte nicht kannenweise getrunken werden, eine Tasse am Tag ist aber unproblematisch. Wenn ein Arzt Medikamente verschreibt, sollten diese strikt eingenommen werden. Häufig haben diese Nebenwirkungen, während der Bluthochdruck keine hat – mit der Konsequenz, dass die Patienten die Medikamente absetzen. Das hat fatale Folgen, allerdings erst Jahre später in Form eines Schlaganfalls. Ein weiterer Risikofaktor für den Schlaganfall ist Diabetes Typ 2. Personen, die sich so gesundheitsbewusst verhalten, dass sie der Zuckerkrankheit vorbeugen, senken damit auch ihr Schlaganfallrisiko.

Mediziner