Die Kosten des Rauchens für das Gesundheitssystem

Raucher haben ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedener Krebsarten, insbesondere Lungenkrebs. Die Kosten, die dem Gesundheitssystem durch den Nikotinkonsum entstehen, sind immens. Lesen Sie hier, in welchen Bereichen Raucher die Ausgaben besonders in die Höhe treiben – und wie diese Belastungen effektiv reduziert werden können.

Kosten für das Gesundheitssystem und die Volkswirtschaft

Im Falle einer schwerwiegenden Erkrankung entstehen den Krankenkassen hohe Kosten, insbesondere für ärztliche Untersuchungen, aber auch für Medikamente, Operationen und langwierige Rehabilitationsmaßnahmen wie beispielsweise Kuren. Doch nicht nur das Gesundheitswesen wird stark belastet, auch die Volkswirtschaft insgesamt muss durch Raucher hohe Verluste hinnehmen. Die Kosten, die in Arztpraxen und Krankenhäusern entstehen, werden dabei als direkte Kosten bezeichnet, wohingegen die Volkswirtschaft in erster Linie durch indirekte Kosten in Mitleidenschaft gezogen wird. So sind Raucher aufgrund von Krankheit häufiger arbeitsunfähig als Nichtraucher. Auch lange Zigarettenpausen wirken sich langfristig auf die Effizienz eines Unternehmens aus. Nicht zuletzt nehmen Raucher häufiger eine Frührente in Anspruch, was das Rentensystem zusätzlich belastet.

So können die Ausgaben reduziert werden

Durch gezielte Gegenmaßnahmen ist es möglich, die dem Gesundheitswesen und der Volkswirtschaft durch Raucher entstehenden Kosten schrittweise zu senken. Eine umfassende Aufklärung sollte an erster Stelle stehen, um junge Menschen vom Griff zur ersten Zigarette abzuhalten und auch langjährige Raucher zum Aufhören zu motivieren. Ein gutes Beispiel können hier zum Beispiel Anzeigen oder  auch ein Videoclip (von mc TV & Filmproduktion) sein. Kampagnen gegen das Rauchen, wie sie die Deutsche Krebshilfe bereits seit Jahren durchführt, können erheblich dazu beitragen, den Anteil der Raucher an der Gesamtbevölkerung zu verringern und somit Kosten zu senken. Auch höhere Nikotinpreise beziehungsweise eine höhere Besteuerung machen Sinn, damit mehr Geld in die finanziell belasteten Systeme fließen kann und der Zigarettenkonsum weiter an Attraktivität verliert.

Nikotinverzicht fördert die Gesundheit und schont die Kassen

Raucher führen ihrem Körper großen Schaden zu und verkürzen ihre Lebenszeit, gleichzeitig belasten sie jedoch auch die Krankenkassen, die Volkswirtschaft und damit das Allgemeinwohl. Umfangreiche Kampagnen gegen das Rauchen und viel Aufklärungsarbeit sind daher notwendig, um den Nikotinkonsum so wenig attraktiv wie möglich zu machen und langfristig die Kassen zu schonen.

Bild: Robert Neumann – Fotolia

Mediziner