Bulimie - Ess- und Brechsucht

Autor: Anna-Kathrin

Die Ess- und Brechtsucht auch Bulimie genannt ist eine Krankheit an der viele junge Mädchen und Jungen leiden. Diese Essstörung ist nicht geprägt von der Verweigerung von Nahrung wie bei der Anorexie sondern von einem übermäßigen Verzehr von Lebensmittel, der durch Erbrechen wieder ausgeschieden wird.

The Work Fridge on a Friday at Noon-Thirty © Flickr / TheeErin

Die Essstörung Bulimie ist eine Krankheit, die besonders häufig bei Frauen auftritt, oftmals wird von einer Frauenquote von über 90 % gesprochen. Sie gelten normalerweise als sehr körperbewusst und legen häufig ein kontrolliertes Essverhalten an den Tag um nicht zu zu nehmen.

Die Krankheit spielt sich nicht öffentlich ab. Hunger und Scham liegen im Verborgenen und werden zumeist verheimlicht, weshalb die Krankheit häufig erst nach Jahren wirklich bemerkt wird. Viele Angehörige und Freunde sind überrascht, wenn die Diagnose vorliegt, da sie nie etwas bemerkt haben. Ähnlich wie die Krankheit selbst, werden meist auch ihre psychologischen Ursachen verborgen.

Bulimie - Heißhunger und Erbrechen

Bulimie-Patienten haben regelrechte Freßattacken bei denen sie Unmengen an Lebensmitteln im wahrsten Sinne des Wortes in sich hineinstopfen, z.T. werden dabei mehrere Kilo an Lebensmitteln verzehrt, meist Lebensmittel, die sie sonst häufig meiden, wegen der vielen Kalorien wie Schokolade, Chips, Sahne etc. Nach der Heißhungerattacke besteht bei vielen zunächst ein Art von Glücksgefühl, das sich in Scham oder einem Gefühl des Versagens wandelt.

Aus diesem Grund versuchen bulimische Menschen, die Kalorien wieder los zu werden etwa durch Erbrechen, übermäßigem Sport oder die Einnahme von Abführmitteln. Ein ähnliches Verhalten, das auch zu dem Krankheitsbild Magersucht gehört. Eine Diagnose ist häufig schwierig, da die Betroffenen ihr Leiden häufig fast zwanghaft verstecken und z.B. nachts den Kühlschrank plündern, wenn sie keiner sehen kann.

Bulimie-Beratung und Behandlung

Zum Thema Bulimie gibt es viele Beratungsstellen für Betroffene und Angehörige. Eine davon finden Sie hier. Die Behandlung von Bulimie ist sehr langwierig. Neben einem normalen Essverhalten muss der erkrankte an ein gesundes Verhältnis zu seinem Körper herangeführt werden und oft auch psychische Traumata oder Vorerkrankungen behandelt werden.

Das Erbrechen und die Selbstbehandlung mit Medikamenten kann zusätzlich die Organe schädigen, in einigen Fällen treten deshalb schwerwiegende Folgeerkrankungen auf. Essstörungen sind schwer zu überwinden und können oft nie ganz abgelegt werden.


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