Windpocken bei Erwachsenen

Unter der gemein gebräuchlichen Bezeichnung „Windpocken“ versteht man eine Erkrankung, die sich durch Tröpfcheninfektionen verbreitet und zum Ausbruch des sogenannten Varizella-Zoster-Virus führt, wobei der Ausdruck „Windpocken“ in diesem Zusammenhang auf der hohen Ansteckungsfähigkeit der Viren basiert.

In den meisten Fällen tritt die Erkrankung bei Kindern im Vorschulalter auf, woraufhin nach der Heilung bei den meisten Infizierten eine lebenslange Immunität gegenüber dem Virus entsteht. Aufgrund ihres hohen Durchseuchungsgrades kommt es bei Windpocken seltener zu Erstinfektionen bei Erwachsenen. Erfolgt eine solche aber dennoch erst in dieser Lebensphase einer Person, nimmt die Erkrankung meist einen schwereren Verlauf als bei der Ansteckung im Kindesalter. In diesem Zusammenhang treten bei Erwachsenen häufig deutlich mehr Pocken auf, die den gesamten Rumpf, den Kopf, die Extremitäten und die Genitalien befallen können.

In einem Zeitraum von ca. einer Woche bilden sich dabei immer neue Pocken, wobei dieser Zeitraum bei manchen Infizierten auch bis zu vier Wochen umfassen kann. Des Weiteren ist es von enormer Bedeutung, bei der Erkrankung eines Erwachsenen an Windpocken, auf mögliche Komplikationen während des Krankheitsverlaufs zu achten, da es zum Auftreten von Gehirnhautentzündung (Meningitis), Lungenentzündung oder zu Magen-Darm-Komplikationen kommen kann.

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