Wie lassen sich Geschlechtskrankheiten am besten vermeiden?

Die Auslöser für Geschlechtskrank­heiten sind Bakteri­en, Pilze oder Vi­ren, die sich in den Schleimhäuten von Scheide, Penis od­er After festsetzen und sich dort vermehren. Die Erreger können über Blut, Sperma oder Scheidenflüssigkeit übertragen werden. Deshalb ist ein Austausch von Körperflüssigkeiten mit Personen, die infiziert sind und die Erreger einer Geschlechtskrankheit in sich tragen, sehr gefährlich. Sobald es zu einem äußerlichen Ausbruch dieser Krankheitserreger kommt, entstehen Hautveränderungen, wie z. B. Feigwarzen, Syphilis-Geschwüre oder Herpes-Bläschen, die auf eine hohe Konzentration der Krankheitserreger im Körper hinweisen. Aber wie können Sie sich am besten vor solchen Krankheitserregern schützen?
Schöne Frau mit Kondom auf dem Finger achtet auf Verhütung

Safer Sex und Kondome

Beim Safer Sex wird darauf geachtet, dass beim Geschlechtsverkehr ein Austausch von Körperflüssigkeiten mit dem jeweiligen Partner größtenteils vermieden wird. In der Regel wird dies durch die Verwendung von Kondomen erreicht. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es jedoch nicht. Da besonders über Sperma und Scheidenflüssigkeit viele Krankheitserreger übertragbar sind, sollte nicht nur aus Gründen der Schwangerschaftsverhütung ein Kondom beim Geschlechtsverkehr zum Einsatz kommen. Sowohl heterosexuelle als auch homesexuelle Paare sollten nicht auf die Verwendung eines Kondoms oder Dental Dams (auf Deutsch: Lecktücker) verzichten. Denn auch über Darm-, Scheidensekret oder Speichel können Krankheitserreger in den Körper des jeweils anderen gelangen. Denken Sie deshalb also nicht, dass Sie nur aus Gründen der Schwangerschaftsvorsoge verhüten sollten. Schutz ist immer ein Muss! Personen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern sollten auf die Dienste eines Kondoms auf keinen Fall verzichten, denn andernfalls gefährden Sie sich nicht nur sich selber, sondern auch andere. Falls Sie Sexspielzeug in den Geschlechtsakt miteinbeziehen, sollten Sie auch hierfür ein Kondom verwenden, da die Krankheitserreger auch auf anderen Oberflächen für eine kurze Zeit überleben können und die Ansteckungsgefahr sehr groß ist.

 

Was tun, wenn Sie sich angesteckt haben oder äußerliche Veränderungen wahrnehmen?

In jedem Fall sollten Sie den Kontakt mit auffälligen Hautveränderungen an den Geschlechtsorganen des Partners vermeiden. Sollte es jedoch trotzdem zu einer Infektion bei Ihnen kommen und Sie verspüren einen starken Juckreiz bzw. ein Brennen oder erkennen leichte oder starke Hautveränderungen im Intimbereich, ist der Besuch beim Arzt unerlässlich. Warten Sie damit nicht zu lange, denn eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung ist wichtig.

So können mögliche langfristige Folgen wie Unfruchtbarkeit oder die Ansteckung anderer Sexualpartner ausgeschlossen werden. Eine weitere Präventionsmaßnahme ist eine regelmäßige Körper- und Intimhygiene, denn dies verhindert, dass sich Bakterien und Viren am und im Körper festsetzen oder verbreiten können. Vor allem im Intimbereich sollte diese Reinigung mit Wasser oder pH-neutralen Seife vollzogen werden, da sonst der ausgeglichene Bakterienhaushalt stark angegriffen oder zerstört werden kann. Dieser ist besonders für den körpereigenen Säureschutzmantel wichtig und auch die Schleimhäute können dadurch sehr schnell austrocknen, wodurch Krankheitserreger noch leichter eindringen können.

 

So vermeiden Sie böse Überraschungen

Seien Sie also beim Geschlechtsakt immer vorsichtig und beugen Sie Geschlechtskrankheiten mit Verhütungsmitteln vor. Hierfür bieten sich z. B. London Condome an. Waschen Sie sich regelmäßig, damit Bakterien oder Viren keine Chance haben, sich festzusetzen. Gehen Sie außerdem bei äußerlichen Veränderungen im Intimbereich schnellstmöglich zum Arzt. Falls Sie einen Verdacht haben sollten, zögern Sie den Arztbesuch nicht hinaus, da es sonst noch schlimmer werden könnte!

Bild: Knut W. – Fotolia

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