Wenn der Muskel verkrampft

Es ist meist nur eine Bewegung – dafür umso schmerzhafter: der Wadenkrampf. Seine genauen Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt, diskutiert wird unter anderem ein Mangel an Magnesium.

Während einer sportlichen Bewegung kommt es an der Muskelzelle zu einem Aktionspotential. Durch Einstrom von Kalium – Ionen wird dieses wieder beendet. Gleichzeitig werden Calcium – Ionen daran gehindert, zurück in das Sarkomer der Muskelzelle aufgenommen zu werden. Durch Magnesium – Ionen im normalen Konzentrationsbereich wird dieser Vorgang begünstigt. Fehlt Magnesium dagegen, kann es unkontrolliert wieder zu neuen Aktionspotentialen kommen, die in ihrer Summe schließlich zur schmerzhaften Kontraktion des Muskels führen.
Eine Zufuhr von Magnesium lässt sich zum Beispiel über die im Handel erhältlichen Brausetabletten ausgleichen, deren Wirkung aber nicht ganz unstrittig ist. In einigen Lebensmitteln finden sich zudem höhere Mengen an Magnesium. Dazu zählen unter anderem Vollkornbrot, Milch, Kartoffeln, Bananen, aber auch Schokolade und Erdnüsse.

Der Spasmus kann auch auf einen Mangel anderer Elektrolyte, die bei sportlicher Aktivität vermehrt mit dem Schweiß ausgeschieden werden, hinweisen. Dazu zählen neben Natrium und Kalium auch Chlorid. Der Mangel lässt sich aber durch eine ausreichende Zufuhr an Mineralwasser kompensieren.

Neben dem sportlich bedingten Wadenkrampf kann es außerdem auch während der Nacht oder beim Schreiben zu Krämpfen kommen.

Bei häufig auftretenden Krämpfen sollte unbedingt eine Abklärung beim Arzt stattfinden. Mögliche Ursachen können neben dem Elektrolytmangel nämlich auch ein Muskelfaserriss, ein Bandscheibenvorfall oder eine Nervenreizung sein.

Mediziner

Comments (1)

  1. Sehr spannender Artikel! – an dieser Stelle würde ich Sie gerne auf unseren Sportmundschutz und Implantologie Blankenese aufmerksam machen.

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