Tätowierfarben können Schadstoffe enthalten

Rostock – Tätowierfarben bergen ernsthafte Risiken für die menschliche Gesundheit. Das hat das Rostocker Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei herausgefunden.

Von den in diesem Jahr untersuchten 14 Proben Tätowierfarben seien sechs beanstandet worden, teilte das Amt mit. In zwei
Proben waren die Gehalte an dem als gesundheitsschädlich bekannten Schwermetall Cadmium zu hoch.

Zwei weitere Farbproben enthielten einen nicht deklarierten Konservierungsstoff und zwei Farben waren fehlerhaft gekennzeichnet. Positiv bemerkten die Prüfer, dass die untersuchten Farben nicht mit Keimen belastet waren.

Tätowiermittel bedürfen keiner Zulassung, hieß es. Der Hersteller sei

für die Sicherheit der Farben verantwortlich. Gleichzeitig sei für

viele Stoffe nicht bekannt, wie sie im menschlichen Körper wirken. Es

fehle eine Vielzahl Daten.

Das Risiko der Stoffe ergebe sich daraus,

dass sie in den Körper gebracht werden, aus ihrer Zusammensetzung,

der großen Zahl von Onlineanbietern aus Nicht-EU-Ländern sowie

möglichen Fälschungen. «Eine verbindliche europäische Rechtssetzung

gibt es noch immer nicht», teilte das Amt mit.

Fotocredits: Christoph Soeder
(dpa)

(dpa)
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