Skoliose: Verkrümmung der Wirbelsäule

Die Skoliose ist eine Verkrümmung der Wirbelsäule, von der etwa drei Prozent der Menschen betroffen sind. Im leichten Stadium muss die Skoliose nicht behandelt werden, in schweren Fällen kann nur eine Operation Linderung verschaffen.

Skoliose Wirbelsäulenverkrümmung ©Flickr/ Robert Agthe

Bei der Skoliose besteht nicht nur eine Verbiegung der Wirbelsäule zu einer Seite, sondern auch eine Verdrehung der einzelnen Wirbel, die durch eigene Muskelkraft nicht aufgerichtet werden können. Alle Wirbeltiere, sogar Fische, können von dieser Krankheit betroffen sein.

Skoliose: Ursache der Verkrümmung meist unbekannt

Bei 90 % der Skoliosen ist die Ursache der Krankheit unbekannt. Es können ihr angeborene Fehlbildungen oder Nervenschäden durch Krankheit oder Unfall zu Grunde liegen. Meistens wird die Krankheit, von der mehr Mädchen als Jungen betroffen sind, in dem Alter von 10 bis 12 Jahren entdeckt.

Bei Verdacht auf Skoliose nimmt der Orthopäde eine Untersuchung des Körpers vor. Eine Röntgenaufnahme kann Aufschluss über den Grad der Verkrümmung geben, die über eine bestimmte Winkelmessmethode festgestellt wird. Die Stärke der Veränderung sowie Ursachen und Alter des Patienten sind Faktoren, die bei der Therapie zu berücksichtigen sind.

Therapie der Verkrümmung

Die Skoliose verursacht meistens keine Schmerzen im Rücken, dennoch ist eine Therapie wichtig. Eine verkrümmte Wirbelsäule nutzt sich schneller ab als eine gesunde und kann im höheren Alter zu Beschwerden führen. So kann die Leistung von Herz und Lunge durch die Krankheit beeinträchtigt werden und auch andere Organe wie Leber, Magen und Darm erfahren eine stärkere Belastung.

Bei einer leichten Skoliose wird Physiotherapie zum Muskelaufbau eingesetzt, um eine aufrechte Haltung und die Korrektur der Fehlstellung zu erreichen. Eine mittelschwere Verkrümmung erfordert den zusätzlichen Einsatz eines Korsetts.

Eine Operation ist bei schweren Ausprägungen der Verkrümmung oft unumgänglich um Langzeitschädigungen zu vermeiden. Dabei wird die Verkrümmung korrigiert und die Wirbelsäule in ihrer neuen Form stabil gehalten. Die Prognosen sind gut und so ist der Patient meistens ein Jahr nach dem Eingriff beschwerdefrei. Dieser Eingriff ist aber nur in seltenen Fällen nötig.

Je früher die Skoliose erkannt wird, desto erfolgreicher und unkomplizierter gestaltet sich die Therapie.

Weitere Informationen gibt es hier.

Mediziner