Schweizer Absinth-Macher hautnah

Schweizer Absinth-Macher, Foto:© Marian Schrader - Fotolia.com Absinth ist ein sehr beliebtes Getränk mit seiner grünen Färbung, dem herben Geschmack und den oft hohen Umdrehungen. Die Bitterspirituose, um die sich so einige Mythen ranken, hat so einiges durchgemacht, war Jahrzehnte lang verboten und doch geriet sie nicht in Vergessenheit.

Heute ist sie wieder legal und wird in den verschiedensten Ländern hergestellt unter anderem auch in der Schweiz, dem Ursprungsland des Absinths, soll er doch laut einer Legende im Jahr 1769 im Neuenburgischen Juratal Val de Travers zu Heilungszwecken von zwei Schwestern entwickelt worden sein. Auch heute noch wird die besondere Spirituose in den Schweizer Tälern hergestellt, wie beispielsweise von dem Schnapsbrenner Hans Erismann aus Bachenbülach, welcher mit seiner Zürcher Fee ein Zeichen gesetzt hat.

Absinth: Die perfekte Mischung

Nach dem Verbot des Absinthes wurde er weiterhin im Untergrund hergestellt, illegal versteht sich. Noch heute schätzen Fachleute die Zahl der illegalen Brenner auf 60 bis 80. Die Arbeit im Untergrund ist auch der Grund, weshalb Schweizer Absinthe traditionell durchsichtig oder weiß ist. Herr Erismann stellt seine Züricher Fee, eine geschützte Absinthmarke aus einer Mischung aus Alkohol, Fenchel, Anis, verschiedenen Kräutern und vor allem Wermut, lateinisch Artemisia absinthum her. Er stellt ihn seit dem Jahr 2005 in seiner Brennerei im Bülacher Weiler Eschenmosen her, als das Absinthverbot in der Schweiz aufgehoben wurde. Zunächst experimentierte er mit dem Absinth und den verschiedenen Geschmacksnoten, die von lakritzeartig bis kräuterbetont reichten, herum und gab die Versuche Freunden zu trinken bis er die perfekte Mischung, das goldene Mittelmaß zwischen bitter und kräuterbetont gefunden hatte. Seine Züricher Fee wurde dreimal vom des Schweizer Schnapsforum ausgezeichnet. Erismann meint, dass Absinth besonders gut zum Sommer passt, als gehaltvoller Aperitif und er weiß, dass die Beleibtheit des Absinthes auch ein gutes Stück mit seinem langen Verbot zu tun hat, hat das Verbotene doch seinen Reiz.

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