Schleimbeutelentzündung im Knie – So behandelt man richtig

ArztSchleimbeutelentzündungen können bei Personen jedes Alters und zu jeder Zeit auftreten. Bemerkbar machen sie sich anfangs nur durch ein leicht reibendes oder brennendes Gefühl, wenn das betroffene Gelenk bewegt wird. Schnell werden daraus jedoch stechende Schmerzen, vor allem wenn Druck auf das Gelenk ausgeübt wird. Die Stelle um das Gelenk herum schwillt an und wird warm. Manchmal kann auch eine Rötung der Haut um die Entzündung drum herum eintreten. Besonders häufig tritt diese Art von Entzündung an den Knien auf.

 

 

Ursachen und Entstehung einer Schleimbeutelentzündung

Als Schleimbeutel bezeichnet man kleine, normalerweise flache Gewebsstrukturen, die sich in der Nähe von Gelenken im menschlichen Körper befinden. Ihre Aufgabe ist es, bei Bewegungen der Gelenke diese zu polstern und vor Reibung zu schützen. Bei einer Schleimbeutelentzündung schwillt dieses Gewebspolster an und führt so zu unangenehmen Druck und Reibung bei der Bewegung des Gelenks. Auslöser davon kann vieles sein: Beispielsweise eine Verletzung, durch die sich der Schleimbeutel mit Blut füllt, oder auch einfach nur eine Überbelastung des Gelenks. Zu den häufigsten Schleimbeutelentzündungen zählt die am Knie, gerade unter Berufsgruppen, die bei ihrer Arbeit ihre Knie häufig und stark belasten müssen.

Behandlungsmöglichkeiten einer Schleimbeutelentzündung am Knie

Eine übliche Schleimbeutelentzündung am Knie verheilt von alleine nach meist wenigen Wochen und ist gut zu Hause behandelbar. Am wichtigsten ist die Ruhigstellung des Knies und des Gelenks. Der entzündete Schleimbeutel benötigt Zeit, um abzuschwellen und zu heilen. Allerdings darf das Bein auch nicht zu lange nicht bewegt werden, da es ansonsten zu einer dauerhaften Bewegungseinschränkung des Knies kommen kann. Sinnvoll sind leichte Bewegungen, bei denen möglichst wenig Druck auf das Gelenk ausgewirkt wird. Kühlung, beispielsweise mit kalten Wickeln oder Kühlpacks, hilft auch, um die Schwellung schneller zurück gehen zu lassen. Auf gar keinen Fall ist das Gelenk mit Wärmewickeln oder derlei Mitteln zu behandeln.
Bei starken Schmerzen oder Symptomen wie einer heftigen Schwellung oder Rötung der Haut sollte man jedoch unbedingt den Arzt aufsuchen. Es kann als Ursache eine bakterielle Infektion des Schleimbeutels vorliegen, die mit Antibiotika behandelt werden muss. Diese hemmen nicht nur die Entzündung, sondern fördern auch den Heilungsprozess. Ebenfalls können Schmerzmittel bei starken Schmerzen verschrieben werden.
In seltenen Fällen kann es dazu kommen, dass die Entzündung zwar abgeklungen ist, der Schleimbeutel am Knie aber noch dick und fest ist und auch ertastet werden kann. In solchen Fällen hat sich der Beutel während der Entzündungszeit vollgesogen mit nun verdickter Flüssigkeit, die vom Arzt mittels einer Punktion entfernt werden kann.

Weiterführende Links zur Schleimbeutelentzündung: www.schleimbeutelentzuendung.org

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