Rotwein ist gesund fürs Herz – Weißwein auch?

Das Rotwein gesund ist für das Herz ist schon lange bekannt. Aber warum genau hat er eine positive Wirkung auf das Organ, und hat Weißwein ebenfalls diese Wirkung?

Alkohol regt die Bildung des körpereigenen Hormons Adiponektin an, dass eine Schutzwirkung auf das menschliche Herz hat. Zu diesem Ergebnis sind Ulmer Forscher gekommen. Ein niedriger Spiegel dieses Hormons wirkt sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System aus, ein hoher hingegen hat eine schützende Wirkung.

Rotwein und seine schützenden Inhaltsstoffe

Das Trinken von Wein in moderaten Maßen kann dazu beitragen, die Gefahr einer koronaren Herzerkrankung zu senken, Wobei aber nicht alle Weinsorten diesen Effekt mit sich bringen. Demnach haben Weine aus Frankreich einen besonders hohen Anteil an den herzschützenden Inhaltsstoffen Flavonoiden, Phytoalexinen und Polyphenolen. Deutschen Weinen mangelt es eher an diesen Stoffen und somit schützen sie weniger vor Arteriosklerose.

Stickstoffmonoxid-Erhöhung durch pflanzliche Inhaltsstoffe

Die schützende Wirkung der pflanzlichen Inhaltsstoffe beruht auf ihrer Fähigkeit, den Stickstoffmonoxidgehalt an den inneren Gefäßwänden zu erhöhen. Stickstoffmonoxid wirkt gefäßerweiternd, da die Spannung des Gefäßmuskels bei einem hohen Gehalt der Substanz absinkt. Zudem wird dadurch das Verklumpen von Blutplättchen sowie das Einschleusen von Entzündungszellen in die Gefäßwände verhindert.

Im Besonderen haben Weine aus Frankreich einen hohen Anteil an Flavonoiden und anderen herzschützenden Substanzen. Aber auch Rotweine aus Italien, Kalifornien und Südafrika haben sich in Untersuchungen als besonders herzfreundlich erwiesen.

Weißwein – Schutz fürs Herz?

Das Phytoalexin Resveratrol, welches sich hauptsächlich in den Kernen und der Schale von Trauben befindet, hat eine wichtige Funktion in Bezug auf die herzschützende Wirkung. Aufgrund des jeweiligen Herstellungsprozesses kommt das Phytoalexin jedoch nur in Rotwein vor.

Weißwein wird aus dem gepressten Traubensaft hergestellt und enthält demnach nicht die schützenden Inhaltsstoffe.

Somit kann das kontrollierte und in Maßen erfolgende Trinken von Rotwein einen Schutz vor Schlaganfall und anderen Erkrankungen mit sich bringen.

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