Restless Legs Syndrom

Das Restless Legs Syndrom (RLS) ist eine unangenehme Krankheit, die jedoch in der Gesamtbevölkerung eher selten verbreitet ist. Die Krankheitserscheinungen lassen die Betroffenen nachts nicht einschlafen. Die unruhigen Beine sind ein Plage

Das Krankheitsbild des Restless Legs Syndroms wurde zum ersten Mal 1685 von Thomas Willis als Nervenstörung beschrieben. Der deutsche Arzt Theodor Wittmaack bezeichnete die Erkrankung nach ihrem ausgeprägtestem Symptom, den unruhigen Beinen, als Anxietas tibiarum. Erst 1945 wurde das Restless Legs Syndrom als Krankheit von Karl Axel Ekbom in die Literatur eingeführt.

Das Restless Legs Syndrom – Die Symptome

Vom Restless Legs Syndrom sind vor allem die Beine und nur selten die Arme betroffen. Die Krankheit führt dazu, dass die Betroffenen ihre Beine oder Arme ständig bewegen müssen. Ausgelöst wird dieser Bewegungsdrang durch Kribbeln, Ziehen, Schmerz oder Spannen in den Gliedmaßen. Vor allem in Ruhephasen treten die Beschwerden auf. So ist es auch nicht verwunderlich dass die Krankheit am Abend und in der Nacht am schlimmsten ist und Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche, körperliche Anspannung usw. mit sich zieht.

Die Ursachen des Restless Legs Syndroms

Beim Restless Legs Syndrom unterscheidet man zwischen primären und sekundären Ursachen. Primär wird das Restless Legs Syndrom von einem Familienmitglied vererbt. Bei Verwandten ersten Grades liegt das Risiko an RLS zu erkranken bei ca. 20 Prozent und bei Verwandten zweiten Grades bei ca. 4 Prozent.

Das sekundäre Restless Legs Syndrom wird durch Nierenversagen, Vitaminmangel, Diabetes, Schwangerschaft, Rheuma, bestimmte Medikamente, Parkinson u.a. ausgelöst. Diese Krankheiten verstärken zusätzlich diese Erkrankung.

Untersuchungen haben ergeben, dass das Restless Legs Syndrom durch eine Störung des Botenstoffes Dopamin im Gehirn zu erklären ist. Dieser Signalstoff sorgt im Gehirn dafür, dass Informationen von einer Zelle zur anderen Zelle übertragen werden.

Die Behandlung des Restless Legs Syndroms

Bei der Behandlung von RLS werden vor allem die Medikamenten L-Dopa und Dopamin-Agonisten eingesetzt. L-Dopa wird im Gehirn zu Dopamin umgewandelt, da bei RLS eine Störung des Dopamins vorliegt. Bei der Therapie mit Dopamin-Agonisten  docken sich die Substanzen an die Dopamin Bindungsstellen und so die Wirkung von Dopamin nachahmen.

Bei den sekundären Ursachen des Restless Legs Syndroms müssen die spezifischen Erkrankungen (z.B. Eisenmangel, Diabetes usw.) behandelt werden, um RLS zu lindern.

Auf der Homepage der Restless Legs Vereinigung erhalten sie mehr Informationen über die Krankheit selbst und außerdem Kontakt zu Selbsthilfegruppen und Ärzten.

Mediziner

Comments (2)

  1. Danke für den Artikel, kannte ich bisher noch nicht das RLS. Bisher dachte ich es gäbe nur Unruhezustände die durch Neuroleptika dann behandelt werden.
    Sehr informativ…

  2. Christiane sagt:

    Danke für den Artikel. Ich habe diese Symptome auch manchmal und sie hindern mich daran einzuschlafen. Da sie aber nur manchmal auftreten, könnte das auf einen Vitaminmangel hinweisen? Also das die Symptome bei mir nicht auftreten, wenn ich die bestimmten Stoffe/Vitamine (welche sind das dann genau) zu mir genommen habe. Oder tritt RLS nur auf, wenn bestimmte Stoffe über eine längere Zeit fehlen und demnach dauert es auch wieder lange bis das Kribbeln weggeht?