Pityriasis versicolor – Gegen Kleienpilzflechte richtig vorbeugen

Pityriasis versicolor - Gegen Kleienpilzflechte richtig vorbeugenHand, Lupe und HautObwohl es sich bei der Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) um eine harmlose, nicht ansteckende Hautpilzer­krankung handelt, kann sie bei Nichtbehandlung zu unansehnlichen Hautschädigungen führen.


Verantwortlich für die Pityriasis versicolor ist eine oberflächliche Infektion mit dem Hefepilz Malassezia furfur. Dieser Pilz ist ein natürlicher Bestandteil der menschlichen Hautflora. Über die genauen Ursachen der Ausbreitung ist bisher nichts bekannt. Dennoch können einige Faktoren die Vermehrung des Pilzes begünstigen:

• starkes Schwitzen

• vermehrte Talgproduktion

• fettsäurehaltige Cremes

• geschwächtes Immunsystem

Oftmals sind Brust, Rücken und der Achselbereich betroffen. Gekennzeichnet ist der Pilzbefall durch das Auftreten rot-bräunlicher, nicht juckender Flecken, die sich zu Arealen zusammenschließen und eine leichte Schuppung aufweisen.

Der Pilz kann sich schnell ausbreiten

Wer sich nicht in die Hände eines Dermatologen begibt, riskiert eine weitere Ausbreitung des Pilzes. Begünstigend wirken dabei vor allem ein warmes Klima und eine vermehrte Schweißproduktion. Daher sollte man bei der Wahl der Kleidung nicht nur auf luftdurchlässige Textilien wie Baumwolle oder Leinen zurückgreifen, sondern diese auch regelmäßig bei 60°C waschen. Ist der Erreger einmal mit der Kleidung in Kontakt gekommen, infiziert man sich bei jedem Tragen aufs Neue.

Die Behandlung muss regelmäßig erfolgen

Bei der Therapie von Hautpilzerkrankungen stehen Dermatologen diverse wirksame Antimykotika zur Verfügung. Zur inneren Behandlung werden meist Tabletten mit dem Wirkstoff Ketoconazol oder Miconazol verschrieben. Aber auch eine äußerliche Behandlung mit fungiziden Salben wie Canesten, Canifug oder Epi-Pevaryl versprechen eine schnelle Heilung. Die pilzabtötenden Präparate werden ein- bis zweimal am Tag auf die betroffenen Hautareale aufgetragen. Da die Kopfhaare als Erregerreservoir gelten, muss in jedem Falle die Kopfhaut mitbehandelt werden. Die Therapie sollte dabei über einen Zeitraum von sechs Wochen durchgeführt werden, denn erst dann ist eine komplett pilzfreie Regeneration der Epidermis möglich.

Auch vorbeugend kann man etwas gegen den Pilzbefall tun

Wer im Alltag auf einige Dinge achtet, kann der Pityriasis versicolor prophylaktisch entgegen wirken. Ebenso wichtig wie das regelmäßige Waschen der Haare ist die Reinigung der Zähne nach jeder Mahlzeit, denn auch dort können sich Pilzerreger bilden. Bei der täglichen Körperpflege ist darauf zu achten, dass die gefährdeten Hautregionen gründlich abgetrocknet werden. Bewegung hilft zudem, dass Hautfalten und Zwischenräume belüftet werden und verhindert die Bildung eines feuchten Milieus.

Bild: luna – Fotolia

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