Ovarialtumor: Ursachen und Therapie von Eierstockkrebs

Der Eierstockkrebs, in der Medizin als Ovarialtumor oder Ovarialkarzinom bezeichnet, ist eine bösartige Geschwulst im Eierstock, wobei sich Metastasen, also Tochtergeschwülste, auch im gesamten Bauchraum ausbreiten können.

Ein Ovarialtumor wird mitunter erst recht spät erkannt, durchschnittlich erhalten jährlich aber etwa 10.000 Frauen die Diagnose Eierstockkrebs. Betroffen sind dabei vor allem Frauen, die ihre Wechseljahre bereits hinter sich haben, solche unter 40 erkranken nur sehr selten. Natürlich sind die Heilungschancen umso höher, je früher der Tumor erkannt wurde, außerdem ist zur Genesung essentiell wichtig, dass die bösartigen Geschwüre durch einen operativen Eingriff möglichst vollständig entfernt werden. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt durchschnittlich bei etwa 47 Prozent.

Eierstockkrebs: Wie entsteht ein Ovarialtumor?

Wo die genauen Ursachen für den Ausbruch einer solchen Krebserkrankung liegen, konnte bisher nicht geklärt werden. Allerdings erhöhen genetische Veranlagungen das Risiko, wem also Fälle von Eierstockkrebs in der eigenen Familie bekannt sind, sollte besonders auf Vorsorgeuntersuchungen setzen. Andererseits wird das Risiko beispielsweise durch eine Schwangerschaft oder die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel gesenkt.

Die Entstehung eines Ovarialtumors ist bedingt durch eine genetische Veränderung, genauer gesagt eine Mutation des BRCA-Gens, die auch für den Ausbruch von Brustkrebs verantwortlich sein kann. Sie sorgt für die Entartung und das unkontrollierte Wachstum von Zellen, in diesem Fall in einem oder gar beiden Eierstöcken und schließlich im umliegenden, vor allem Fettzellen-reichen Gewebe. Zunächst bleibt diese Veränderung meist unentdeckt, da sie keine Beschwerden hervorruft. Haben sich bereits Metastasen gebildet, äußert sich dies oft in einem ständigen Druckgefühl im Bauch, Übelkeit und/oder eine sichtbare Zunahme des Bauchumfangs.

Diagnose Eierstockkrebs: Den Ovarialtumor bekämpfen

Beim Verdacht auf Eierstockkrebs steht eine Reihe von Untersuchungen an, welche eine genaue Diagnose liefern und den Umfang der Erkrankung klären sollen. Dazu gehören unter anderem eine allgemeine gynäkologische Untersuchung, der Ultraschall, ein CT, eine Blasen- oder Darmspiegelung und die Entnahme einer Gewebeprobe. Je nach Ausbreitung des Geschwürs wird meist ein operativer Eingriff angesetzt, bei dem die entarteten Zellen vollständig entfernt werden.

Ist jedoch nur eine Teilentnahme möglich, beispielsweise weil sich bereits Metastasen im Brauchraum gebildet haben, wird zusätzlich eine Chemotherapie anberaumt, welche ein weiteres Wachstum der verbliebenen Zellen unterbinden soll. Zur Sicherheit kann eine solche Behandlung auch nach der vollständigen Entnahme der Krebsgeschwüre erfolgen. Eine Strahlentherapie dagegen kommt nur in sehr wenigen Fällen zum Einsatz, bei einem Rückfall ist eine Hormontherapie eine zusätzliche Behandlungsmöglichkeit.

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