Noroviren: Übertragungswege, Symptome, Prävention

Eine Infektion mit Noroviren ist die zweithäufigste Ursache von Magen-Darm-Entzündungen. Was aber sind die Übertragungswege und Symptome? Und was kann man zur Prävention unternehmen?

Nach Rotaviren sind Noroviren der zweithäufigste Grund von Entzündungen des Magen-Darm-Trakts. Anders als Rotaviren verursachen Noroviren in der Regel jedoch Erkrankungen mit einem leichteren Verlauf. Besonders häufig sind Babys, Kleinkinder und Menschen über 70 von einer Infektion mit Noroviren betroffen.

Noroviren: Übertragungswege

Das Risiko sich mit dem Norovirus anzustecken ist sehr hoch, da bereits wenige Virenpartikel ausreichen, um sich zu infizieren. Die Übertragung von Noroviren erfolgt von Mensch zu Mensch. Infizierte scheiden die Viren über Stuhl und Erbrochenes aus. Die Ansteckung kommt beispielsweise durch Handkontakt zustande, kann aber auch durch Tröpfcheninfektion über den Mund erfolgen, etwa dann wenn Infizierte sich schwallartig übergeben. Ferner ist eine Infektion in Folge der Aufnahme von kontaminierten Speisen, oft Krabben und Muscheln, oder verunreinigtem Wasser möglich. Infizierte sind insbesondere während der akuten Erkrankung, die in der Regel nach ein bis drei Tagen wieder abklingt, ansteckend. Doch auch nach Abklingen der Symptome besteht noch eine Infektionsgefahr, da die Erkrankten das Norovirus noch sieben bis 14 Tage, manchmal auch länger, über den Stuhl ausscheiden.

Symptome der Infektion

Eine Infektion mit dem Norovirus führt zu Symptomen einer Magen-Darm-Grippe wie schwallartigem Erbrechen und starkem Durchfall. Ferner treten oft auch Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen auf. Aufgrund des Brechdurchfalls kann es zu enormen Flüssigkeitsverlusten kommen. Eine ursächliche Behandlung gegen die Infektion mit Noroviren gibt es nicht. Stattdessen können Medikamente zur Linderung der Symptome angewandt werden. Ferner ist es wichtig, die Salz- und Flüssigkeitsverluste auszugleichen. Bei Risikopatienten kann ein kurzweiliger Krankenhausaufenthalt notwendig sein.

Prävention einer Infektion

Eine Impfung gegen Noroviren gibt es nicht. Zur Verhinderung einer Infektion sind bestimmte Hygienemaßnahmen von Bedeutung. Häufiges Händewaschen mit Seife oder speziellen Desinfektionsmitteln kann dabei hilfreich sein, eine Ansteckung zu vermeiden. Wichtig ist, dass Gesunde andere Seifen und Handtücher als Infizierte benutzen. Hat sich jemand im Haushalt mit Noroviren infiziert, gilt es sämtliche Gegenstände und Lebensmittel zu desinfizieren bzw. heiß abzuwaschen. – Mehr Informationen über Noroviren sind zum Beispiel hier zu finden.

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