Nierenbeckenentzündung: Symptome und Ursachen

Eine Nierenbeckenentzündung, oder auch Pyelonephritis genannt, ist eine akute bzw. chronische Entzündung des Nierenbeckens. In der Regel sind aufsteigende Infektionen für die Erkrankung verantwortlich, wobei Frauen aufgrund der kürzeren Harnröhre mehr gefährdet sind als Männer.

Nierenbeckenentzündung - Bakterielle Infektion aufgrund eines gestörten Harnabflusses ©Flickr/tzmartin

Je nach Krankheitsverlauf treten unterschiedliche Symptome auf. Bei der akuten Form der Pyelonephritis leiden die Patienten unter anderem an Appetitlosigkeit, Fieber und Schüttelfrost. Die chronische Form verläuft in Schüben und kann lange Zeit ohne Symptome auftreten. Eine Pyelonephritis wird meistens durch Erreger des Darmbakteriums Escherichia coli ausgelöst.

Nierenbeckenentzündung – Ursachen

In den meisten Fällen liegen einer Nierenbeckenentzündung Störungen beim Harnabfluss zugrunde, die zum Beispiel durch einen Harnstein ausgelöst werden kann. Aufgrund der Störung der Urinabgabe können so genannte aufsteigende Infektionen hervorgerufen werden. Dabei gelangen die Erreger von der Harnröhre in die Blase und von dort in den Harnleiter, von wo aus sie schließlich in die Nierenbecken und Nierenkelche gelangen. Da die Nierenbecken das Auffangbehältnis des in der Niere produzierten Urins darstellen, kann dort leicht eine bakterielle Infektion entstehen.

Nierenbeckenentzündung – Akute und chronische Form

Die akute Form der Pyelonephritis wird meist in Phasen ausgelöst, während der die Immunabwehr in Mitleidenschaft gezogen ist. Die Ursachen dafür können zum Beispiel bestimmte Medikamente wie Immunsuppressiva und auch Tumore sein.

Die chronische Form wird hingegen oftmals durch einen bestehenden Nierenschaden ausgelöst, der zum Beispiel durch den Missbrauch von Schmerzmittel entstanden ist. Aber auch Diabetiker unterliegen einem erhöhten Risiko an einer chronischen Nierenbeckenentzündung zu erkranken.

Symptome der Nierenbeckenentzündung

Die Patienten leiden typischerweise an einem akut auftretenden Krankheitsgefühl, das unter anderem Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Schmerzen im Bereich der Flanke und einen erhöhten Puls aufweist. Zudem können Symptome auftreten, die typisch für eine Blasenentzündung sind wie zum Beispiel Schmerzen beim Urinieren und ein erhöhter Harndrang.

Gelegentlich kann eine akute Nierenbeckenentzündung auch langsam beginnen und von eher untypischen Symptomen wie Gewichtsverlust und Kopfschmerzen begleitet sein. Weiterhin können die Patienten von Bauchschmerzen, Erbrechen und Übelkeit betroffen sein.

Therapie

Die Therapie einer Nierenbeckenentzündung besteht in der Regel aus der Verabreichung von Antibiotika, die über einen Zeitraum von mindestens sieben Tagen eingenommen werden müssen. Während er Einnahme sollten die Patienten möglichst Bettruhe halten und viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da so die Ausschwemmung der Erreger beschleunigt wird. Zudem können entzündungshemmende und fiebersenkende Medikamente verabreicht werden, um die allgemeinen Begleitbeschwerden der Krankheit zu lindern.

Mediziner