Neurodermitis auf dem Vormarsch – Vorsorge beim Kind

Etwa jedes fünfte Kind in Europa leidet inzwischen unter Neurodermitis, einer Krankheit, die zu Ekzemen und starkem Juckreiz führt. Dies bedeutet eine Verdreifachung allein in den letzten 30 Jahren – Tendenz stark steigend. Doch (werdende) Eltern können dazu beitragen, dass ihr Kind verschont bleibt.

Besondere Vorsicht empfiehlt sich besonders dann, wenn ein Elternteil selbst an Neurodermitis erkrankt ist, schließlich wird der Ausbruch der Krankheit nicht nur von Umweltfaktoren wie der Luft oder dem Essen bestimmt, sondern auch von genetischen Faktoren.

Im Mittelpunkt der Vorsorge steht dabei die Vermeidung von Allergenen, also Stoffen, die allergische Reaktionen auslösen können. Zum einen sollte die Wohnung möglichst frei von Tierhaaren, Tabakrauch und Hausstaubmilben sein. Ob und wie stark Hausstaubmilben die Wohnung bevölkern, lässt sich einfach mit Tests aus der Apotheke herausfinden.

Zum anderen kann das Neurodermitis Risiko für das Kind gesenkt werden, indem die Mutter in der Schwangerschaft auf Nahrungsmittel verzichtet, die bekannt für ihre allergene Wirkung sind. Hierzu zählen zum Beispiel Hühnereier, Nüsse, Kuhmilch, Soja, Weizenmehl und Fisch, aber auch Zusatzstoffe wie Farbstoffe oder Aromen. Derartige Diäten sollten aber mit einem Arzt abgesprochen werden. Darüberhinaus sollte das Baby nach der Geburt so lange wie möglich gestillt werden. Empfohlen werden bis zu sechs Monate. Das lange Stillen zögert nicht nur die ersten Kontakte mit Allergenen hinaus, die Muttermilch versorgt den Säugling auch mit Antikörpern, die wichtig für seine Abwehrkräfte sind.

Mediziner
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