Naturheilverfahren

Zurück zur Natur – dieser Spruch trifft ebenfalls immer mehr auf die Medizin zu. Naturheilverfahren sind populär wie nie und dass viele davon wirkungsvoll sind, beweist die Tatsache, dass viele gesetzliche Krankenkassen einige Naturheilverfahren in ihre Leistungskataloge aufgenommen haben.

Wie wirken Naturheilverfahren?

Naturheilverfahren greifen natürlich in den Heilungsprozess ein. Die Wirkung beruht darauf, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden sollen. Dabei kommen verschiedene Verfahren innerhalb der Naturheilkunde zur Anwendung. Da gibt es beispielsweise die Phytotherapie, deren Grundlage die Wirkstoffe von Pflanzen sind, oder die Hydrotherapie, die auf die Heilkräfte des Wassers zugreift. Oftmals greifen verschiedene Naturheilverfahren ineinander. Die Diätetik ist bei vielen Naturheilverfahren und auch bei Therapien in der Schulmedizin ein wesentlicher Teil derselben. Unter der Diätetik versteht man eine gesunde Kost oder eine Kost, die der jeweiligen Krankheit angepasst wird.

Welche Methoden gibt es?

Das Heilfasten, welches ebenfalls zu den Naturheilverfahren zählt, kann in den letzten Jahren eine ständige wachsende Beliebtheit verzeichnen. Beim Heilfasten geht es nicht darum, eine Krankheit zu therapieren, sondern allgemein sein Wohlbefinden zu steigern und den Körper von gesundheitsschädlichen Schlackenstoffen zu befreien. Ergänzend zum Heilfasten kommt oft die Bewegungs- oder Ordnungstherapie zum Einsatz. Das Heilfasten kann jeder durchführen, man sollte es aber unter fachmännischer Anleitung tun. So werden direkte Urlaubsreisen für das Heilfasten angeboten, bei welchem das Heilfasten mit Wandern verbunden wird. Das ist ein schönes Beispiel für die sich ergänzenden Naturheilverfahren. Weiterhin hat die Traditionelle Chinesische Medizin einige Naturheilverfahren in ihren Reihen zu bieten. Jedem ist die Akupunktur bekannt, die sich in Europa als typischer Vertreter der TCM etabliert hat. Bei der Akupunktur werden Blockaden der Energiebahnen im Körper gelöst und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Große Erfolge konnte dieses Naturheilverfahren auf der ganzen Welt für sich verbuchen. Vor allen Dingen Schmerzpatienten, die sich von der Schulmedizin keinerlei Hoffnung mehr versprachen, hatten durch die Akupunktur endlich wieder eine Heilungschance.

Naturheilverfahren sind eine Möglichkeit

Zu den Naturheilverfahren zählt ferner die Homöopathie, welche von vielen gesetzlichen Krankenversicherungen inzwischen anerkannt wird. Eine große Anzahl von Ärzten vertraut auf die Homöopathie und das trifft selbstverständlich auch auf die Patienten zu. Naturheilverfahren werden ganzheitlich angewandt. Das bedeutet, es werden nicht nur lediglich die Symptome behandelt, sondern der Heilpraktiker bzw. Arzt begibt sich auf die Suche nach der Ursache und will diese abstellen. So kann zum Beispiel eine falsche Ernährung viele Krankheiten hervorrufen. Hier kommt dann unter anderem die Diätetik zum Einsatz, welche durch weitere Naturheilverfahren ergänzt wird. Hat man etwa bei einer Blutuntersuchung festgestellt, dass einige Werte nicht optimal sind, kann das Heilfasten ohne Einnahme von Medikamenten Wunder bewirken.

Heutige Anwendungsgebiete

Auch die Schulmedizin verschließt sich heute nicht mehr den Erfolgen der Naturheilverfahren. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Arzt bei einer Erkältungskrankheit eher auf homöopathische Mittel zurückgreift als auf Medikamente aus der Schulmedizin oder dass ein Migränepatient von seinem Arzt die Akupunktur empfohlen anstatt ständig die Einnahme von Schmerzmitteln. Die Naturheilverfahren haben sich neben der Schulmedizin inzwischen längst behaupten können und obgleich vor einigen Jahrzehnten die Naturheilverfahren fast gänzlich in Vergessenheit geraten sind, erleben sie heute eine wahre Auferstehung. Viele Menschen vertrauen inzwischen lieber auf die Naturheilverfahren als auf die Schulmedizin. Trotzdem sollte man sich der Wichtigkeit beider Medizinzweige bewusst sein und sich nicht auf einen festlegen.

Foto: Light emotions – Fotolia

Mediziner