Muttermal und Leberfleck – Was sind die Unterschiede?

Fast jeder Mensch weist wenigstens ein Muttermal bzw. einen Leberfleck auf. Dabei handelt es sich um Hautgeschwülste, die keinen bösartigen Charakter aufweisen. Im Verlauf des Lebens nimmt die Zahl der gutartigen Wucherungen zu. Oftmals werden beide Begriffe als Synonym bezeichnet.

Muttermale bzw. Leberflecke unterscheiden sich in ihrer Form und Farbe. So reicht die Farbgebung von hellbraun, rötlich bis hin zu dunkelbraun. Gelegentlich sind Leberflecken auch behaart.

Muttermal und Leberfleck – Gutartige Hautwucherungen

Auch wenn die Begriffe oft als Synonyme behandelt werden, handelt es sich medizinisch um zwei unterschiedliche Arten von Geschwülsten. So sind Muttermale angeborene gutartige Hautgeschwüre. Leberflecke hingegen werden im Verlauf der Zeit erworben. Die Form der Geschwülste kann sich stark unterscheiden. So gibt es Geschwülste, die sich nicht erheben und auf dem Niveau der Haut liegen. Andere hingegen können erhaben oder auch gestielt sein.

Muttermal und Leberfleck – Regelmäßige ärztliche Kontrolle

Ausgelöst werden die Geschwüre durch eine Vermehrung der so genannten Nävuszellen, die den Melanozyten sehr ähneln. Diese sind wiederum für die Bildung der Pigmente verantwortlich. In den meisten Fällen ist eine chirurgische Entfernung nicht notwendig. Allerdings empfiehlt sich ein regelmäßiger Kontrollbesuch beim Dermatologen, da sich in seltenen Fällen ein so genanntes Melanom entwickeln kann, wobei es sich um den schwarzen Hautkrebs handelt. Allerdings ist die Gefahr sehr gering, dass sich aus einem gutartigen Muttermal bzw. Leberfleck ein bösartiger Tumor entwickelt.

Hautschutz

Um sich vor bösartigen Tumoren zu schützen, ist ein guter Sonnenschutz unerlässlich. Sonnenbrände im Kindesalter sind besonders gefährlich und bringen ein erhöhtes Risiko einer späteren bösartigen Krankheit wie Krebs mit sich. Es sollten sich besonders hellhäutige Personen und Menschen mit vielen Leberflecken bzw. Muttermalen vor den Sonnenstrahlen schützen. Im Fall einer Veränderung in Form und Farbe bzw. ungeklärter Symptome wie Jucken und Bluten sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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Mediziner

Comments (1)

  1. Steffen sagt:

    Danke für den Artikel. Ich kann nur ebenfalls den regelmäßigen Besuch beim Dermatologen empfehlen.
    Bei mir wurden nach dem letzten Scan zwei Leberflecke entfernt, davon war einer bereits entartet.
    Seitdem achte ich selbst genauer auf etwaige Veränderungen meiner Leberflecke.
    Die „ABCDE-Regel“ gibt da ganz gute Kriterien wonach man auch bei der Eigenbeobachtung schauen kann.

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