Mittelalterliche Pülverchen lassen niemanden abnehmen

Diät und Abnehmen ist ein gigantischer Markt geworden, in dem Unsummen an Geld fließen. Findige Geschäftemacher haben schon vor Urzeiten erkannt, dass sich mit Gebrechen und Nöten der Menschen am effektivsten und leichtesten Geld machen lässt. Gerade im Bereich der Adipositas wird den Leuten eine beinahe wundersame Heilung in Form der verschiedensten Diätpillen und -Pulver versprochen.

Doch die traurige Wahrheit ist, dass die meisten davon nicht funktionieren oder, selbst wenn sie Fett verbrennen, dem Körper auf anderer Seite extrem schaden können. Diese Mittel erinnern an Quacksalber aus dem Mittelalter, wo Menschen noch zur Ader gelassen wurden, um schädliche Stoffe einfach „abfließen“ zu lassen. Heute jedoch besitzen wir genug Kenntnisse und gesunden Menschenverstand, um das jeweilige „Zaubermittel“ zu hinterfragen.

Doch was sind die Alternativen?

Auch hier hilft der gesunde Menschenverstand weiter. Denkt man an frühere Zeiten zurück, wo Menschen auf Grund des Fehlens von Maschinen und automatisierten Prozessen noch viel mehr arbeiten mussten, gab es das Problem weitverbreiteter Fettlaibigkeit nicht. Dies war ein Luxusproblem einer handvoll Adliger, die es sich leisten konnten Bedienstete zu haben und durch entsprechenden Bewegungsmangel fett zu werden. Die etwas mollige Rubensfrau war nicht umsonst das Schönheitsideal einer Zeit, in welcher die Verhältnisse von reich und arm noch etwas ungerechter aufgeteilt waren als heute. Auch die Steinzeitmenschen, die jeden Tag jagen mussten, um zu überleben waren sicherlich durch die viele Bewegung niemals fettbäuchig. Wer sich ein paar mal pro Woche aufraffen kann etwas Sport zu treiben, hat schon die halbe Miete zur schlanken Taille in der Tasche. Häufig hilft es auch schon den inneren Schweinehund zu überwinden und Rolltreppen und die Autofahrt zum Briefkasten um die Ecke zu vermeiden. Wer dann noch auf eine gesunde Ernährung umstellt, darf sich auch wieder in Badehose oder Bikini zeigen.

Photo von cirquedesprit – Fotolia

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