Migräne – Phantomschmerzen oder heilbare Krankheit?

Migräne ist in Deutschland ein weit verbreitetes Phänomen. Trotzdem wird landläufig immer noch gestritten, ob die Schmerzen Symptome für eine echte Krankheit sind. Sogar als „Simulanten“ werden Migräne-Patienten oft bezeichnet.

Dabei ist die Migräne eine anerkannte neurologische Krankheit die, auch wenn Ursachen und Entstehungsprozess noch nicht vollständig geklärt sind. Auch die Frage, ob Migräne ins Feld der Psychosomatik fällt, kommt immer wieder auf. Es existieren mehrere Hypothesen zur Krankheitsbildung, die unterschiedliche symptomatische Fakten zur Grundlage haben.

1.) Es wird davon ausgegangen, dass der Migräne eine starke Ausschüttung von entzündungsvermittelnden Botenstoffen vorausgeht. Diese bewirken eine Entzündung und Erweiterung der Blutgefäße, was zur Migräne führt. Diese Hypothese wurde gestellt, weil die Ausschüttung von Botenstoffen bei Migränanfällen beobachtet wurde.
2.) Migräne aufgrund von erweiterten Blutgefäßen. An den Wänden der Gefäße befinden sich Rezeptoren, die auf die Erweiterung erklären, wodurch gut der pulsierende Kopfschmerz bei einem Migräneanfall zu erklären ist.
3.) Die Migräne liegt an einer erhöhten Erregbarkeit des hinteren Hirnlappens, die an eine überhöhte Freisetzung von Kaliumionen gekoppelt ist.

Ob diese Hypothesen einzeln oder gemischt zutreffen ist momentan noch nicht gänzlich erforscht.

Es wird angenommen, dass Migräneanfälligkeit von einem genetischen Defekt herrührt. Bekannte Auslösefaktoren von Migräneanfällen sind Schlüsselreize wie die weibliche Menstruationsphase. Auch ungewohnter Stress kann bei empfindlichen Menschen zu Migräneanfällen führen.

Die Stärke der Migräne variiert: Manche Menschen haben „nur“ besonders heftige Kopfschmerzen, bei anderen gehen Wahrnehmungsprobleme mit Gliederschmerzen und Kopfdruck einher.

Wie lässt sich Migräne heilen?

Das Problem bei einem rein „schulmedizinischen“ Heilansatz ist, dass von mehreren Ursachen ausgegangen werden kann und diese nicht eindeutig bestätigt sind. Die Medizin kann die Symptome lindern und Schmerzfreiheit liefern, was jedoch in den meisten Fällen nicht wirklich zur Lösung des Problems beiträgt.

Eine Änderung der Lebensweise kann jedoch im günstigsten Fall zur Verminderung der Migräne führen. Da die Schlüsselreize zum Auslösen der Krankheit sozialer Natur sein können, hilft es vielen Menschen, sich bestimmten Stressituationen zu entziehen. Für alle anderen Migränepatienten bleibt zu hoffen, dass die Forschung im Punkt der Heilung Fortschritte macht.

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Mediziner

Comments (2)

  1. Toni sagt:

    Migraene ist wirklich eine fiese Sache! Ich leide schon 7 Jahre unter Brummschädel und ich bekomme es einfach nicht weg! Ich suche nach einem Mittel gegen Brummschädel und habe das da gefunden http://www.medizin-wegweiser.de/krankheiten/mittel-gegen-migrane/
    – was meint ihr? Oder einen Wink!?

  2. Jörg sagt:

    Hallo miteinander,
    ich habe gelesen, dass Kopfschmerzen durch Gluten ausgelöst werden können.

    Ich möchte meine Ernährung entsprechend umstellen um auszuprobieren ob mir das hilft. Hat hier schon jemand damit entsprechende Erfahrungen gemacht? Oder hat jemand evtl. damit seine Migräne geheilt?

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