Metabolisches Syndrom – Wohlstandskrankheit mit tödlichem Ausgang

Das Metabolische Syndrom ist besser bekannt als „tödliches Quartett“. In Kombination können die vier Symptome Insulinresistenz, stammbetontes Übergewicht, veränderte Blutfettwerte und Bluthochdruck das Risiko für koronare Herzerkrankungen deutlich erhöhen. Ein Metabolisches Syndrom kann, unabhängig vom Geschlecht, in allen Altersgruppen auftreten. Rund 25 Prozent der Deutschen sind betroffen.Der Artikel berichtet über das Metabolische Syndrom.

Die Ursachen liegen in einer permanenten Überernährung

Vor Allem in den Industrieländern ist der Lebensstil sowohl von einer ungesunden Ernährung als auch von einem Bewegungsmangel gekennzeichnet. Kinder und Jugendliche weisen bereits in jungen Jahren ein starkes Ungleichgewicht zwischen Kalorienaufnahme und körperlicher Bewegung auf und legen damit nicht nur den Grundstein für ein sehr frühes Auftreten des Metabolischen Syndroms sondern auch für eine Erkrankung an Diabetes mellitus.

Querschnittsstudien zeigen einen erschreckenden Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und Metabolischem Syndrom. Bei den Teilnehmern mit einer wöchentlichen körperlichen Aktivität von unter einer Stunde konnte gegenüber den Teilnehmern mit einer wöchentlichen körperlichen Aktivität von mehr als drei Stunden ein 60 Prozent erhöhtes Risiko für das Auftreten eines metabolischen Syndroms festgestellt werden.

Die Folgen können tödlich sein

Obwohl die vier Symptome in unterschiedlichem Ausmaß auftreten können, führt jedes einzelne zu einer Schädigung der Blutgefäße, wodurch das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung um ein vierfaches steigt. Wird das Leiden nicht erkannt, können sich im Laufe der Zeit neben Arteriosklerose auch bleibende Schäden an Herz, Gehirn und Niere entwickeln. Aber auch akute Folgen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt sind denkbar.Treffen mindestens drei der folgenden Risikofaktoren zu, wird die Diagnose „Metabolisches Syndrom“ gestellt:

  • Erhöhte Konzentration von Triglyzeriden im Blut
  • Bauchbetontes Übergewicht
  • Erhöhter Nüchtern-Blutzucker
  • Gestörte Glukosetoleranz
  • Erhöhter Blutdruck

Alte Gewohnheiten müssen abgelegt werden

So schwer es auch fallen mag, aber einzig mit körperlicher Bewegung kann ein therapeutischer Effekt erzielt werden. In Form von Trainingsinterventionen wie Gesundheits- oder Ausdauersport, kann die körperliche Fitness in langsamen Schritten gezielt gesteigert werden. Damit einhergehend muss zwingend eine Änderung der Lebensgewohnheiten, insbesondere des Ernährungsverhaltens erfolgen. Eine ausgewogene Ernährung, die sich an den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientiert, ist dabei das A und O. Mit entsprechenden Verhaltenstherapien und Diäten kann die körperliche Gesundung zusätzlich unterstützt werden.

Den besten Schutz vor einem metabolischen Syndrom bildet natürlich ein gesunder Lebensstil gepaart mit regelmäßigen ärztlichen Kontrolluntersuchungen.


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