Magenkrebs: Symptome und Therapie

Nach Statistiken ist Magenkrebs die fünfthäufigste Krebserkrankung bei Männern und Frauen. Besonders Personen, in deren Verwandtschaft schon Magenkrebs vorgekommen ist, sollten vorsichtig sein.

Magenkrebs ist meist ein Karzinom an der Schleimhaut des Magens, andere Krebsarten sind Maligne Lymphome (Tumor am Lymphgewebe und Schleimhaut) oder Gastrointestinale Stroma-Tumore (GIST, Tumor im Stützgewebe). Neben Darmkrebs ist der Magenkrebs die häufigste Krebserkrankungen des Verdauungstraktes –  anders als beim Darmkrebs gibt es aber keine Vorsorge.

Was sind Symptome für Magenkrebs?

Die ersten Symptome unterschieden sich bei den drei möglichen Tumorarten nicht:

  • Appetitlosigkeit
  • mehrwöchige Schmerzen am Oberbauch
  • Druck und / oder Völlegefühl

sind die ersten Anzeichen einer malignen Tumorerkrankung im Magenbereich.

In einem fortgeschrittenen Stadium kommen zusätzlich noch folgende Symptome hinzu, die bei Auftreten umgehend von einem Arzt untersucht werden sollten:

  • Gewichtsverlust
  • häufiges Erbrechen
  • Erbrechen von Blut bzw. Blut im Stuhl
  • Anämie (Blutarmut).

Sollten diese Symptome auftreten, wird der Arzt zu einer Gastroskopie (Magenspiegelung) raten, da nur so ein Krebsbefall erkannt werden kann.

Besonders Patienten, in deren Verwandtschaft es schon vormalig Fälle von Karzinomen oder anderen Tumoren gab, sollten bei ersten Anzeichen eine Untersuchung durchführen lassen. Es ließ sich in jüngster Vergangenheit auch eine Verbindung zwischen einem Befall von Helicobacter pylori – Bakterien und den meisten Magengeschwüren beobachten. Erkrankungen mit dem Helicobacterstamm sollten also unbedingt auskuriert werden, da sie in einigen Fällen auch das Wachstum von Magenkrebs begünstigten.

Ausführlichere Informationen über Symptome und die verschiedenen Tumore, erhält man bei dem Krebsinformationsdienst.

Therapie

Die zu wählende Therapieform hängt vom jeweiligen Stadium und der Tumorart ab. Bis vor einigen Jahren entschied man sich meist zu einem operativen Eingriff, der oft eine Entnahme von Magen und Teilen der Speiseröhre zur Folge hatte. Mittlerweile versucht man in Fällen, in denen der Allgemeinzustand des Patienten es zulässt, die Tumore mit Chemotherapie und Bestrahlung zu verkleinern oder gar zurückzubilden.

Wenn der Magenkrebs sich in einem Anfangsstadium befindet, reicht zumeist eine kleine operative Behandlung aus, bei der das befallene und umgebende Gewebe entfernt wird, wenn die Chemotherapie zuvor einen Rückbildung herbeiführte.

Eine Heilung des Magenkrebses ist nur möglich, wenn der Tumor in Gänze entfernt wird.

Bei einer Streuung (Metastasenbildung) erfolgt ebenfalls eine Chemotherapie, durch die, die Tumore am Wachstum gehindert werden sollen. Allerdings ist in diesem Fällen eine Heilung meist nicht möglich, sondern nur eine Verzögerung der Ausbreitung.

Die Gastro-Liga e.V. bietet unter „Publikationen“ einen Ratgeber für Patienten an. Natürlich ersetzt kein Ratgeber den Arztbesuch, sollte der Verdacht auf Magenkrebs bestehen, ist ein Arztbesuch und eine Magenspiegelung unbedingt nötig.

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