Lebertran und heiße Milch mit Honig: Helfen Omas Hausmittel wirklich?

Autor: Michael

Bei Lebertran mögen sich bei dem ein oder anderen die Haare aufrichten, aber angeblich soll dieser ja durchaus positive Eigenschaften haben. Wie es um die altbekannten Hausmittel aus Omas Schrank steht, erfahren Sie im Folgenden.

Heiße Milch mit Honig - Hilfe bei Erkältung? ©Flickr/Sugar Pond

Auch die altbewährte heiße Milch mit Honig oder die beliebte heiße Zitrone haben den Ruf, gut für die Gesundheit zu sein. So sollen die wärmenden Getränke gut gegen Erkältungen sein, aber ist es wirklich so?

Omas Hausmittel – Was hilft wirklich?

Viele Menschen schwören bei einer Erkältung auf die guten alten Hausmittel. So greifen viele bei einer Erkältung auf heiße Milch mit Honig zurück. Und es ist wahrlich so, dass der Honig Substanzen enthält, die eine antibakterielle Wirkung haben. Allerdings gehen diese beim Erhitzen verloren und sind zudem nur in kaltgeschleudertem Honig aktiv.

Übergießt man den Honig mit heißer Milch, gehen die antibakteriellen Wirkstoffe verloren und die gesundheitsfördernde Wirkung ist somit nicht mehr gegeben. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Honig pur einzunehmen und diesen langsam im Mund zergehen zu lassen.

Heiße Zitrone – Wo ist das Vitamin C?

Ähnlich verhält es sich bei der heißen Zitrone, die prinzipiell sehr viel Vitamin C enthalten sollte. Allerdings ist das Vitamin ebenso hitzeempfindlich wie Honig und verliert somit beim Erhitzen die vermeintlich gesundheitsfördernde Wirkung.

Nach Auskunft des Vorsitzenden des Deutschen Kompetenzzentrums für Gesundheitsförderung und Diätetik in Köln dient eine erhöhte Vitaminzufuhr nicht zur Therapie einer Erkältungskrankheit. Ist der Schnupfen bereits ausgebrochen, ist es zu spät, um mit einer Vitamin C-Therapie zu beginnen.

Einer Erkältung kann man aber mit gesunder Ernährung vorbeugen. Diese sollte ausgewogen sein und viel Gemüse und Obst enthalten. Weiterhin sollten probiotischer Joghurt und Lebensmittel mit Spurenelementen wie Zink auf dem Speiseplan stehen.

Der gute Lebertran

Auch wenn die Oma gern mit Lebertran des Weges kommt, so ist dieser nicht für alle Personen zu empfehlen. Lebertran hat zwar einen hohen Anteil an gesunden Omega-3-Fettsäuren aber auch sehr viel Vitamin A. Dieses Vitamin hat zwar eine positive Wirkung auf das Zell- und Hautwachstum und ist gut für die Augen, kann aber bei einer Überdosierung schädliche Folgen mit sich bringen. Diese Folgen können unter anderem eine Reduzierung der Knochendichte, Leberveränderungen, Geburtsschäden, neurologische Probleme und Haarverlust sein.

Sollten Sie bereits Multivitamin-Produkte zu sich nehmen, sollten Sie auf die Einnahme von Lebertran verzichten, da in diesem Fall das Risiko einer Überdosierung des Vitamins A sehr hoch ist. Zudem ist Lebertran oft mit Giftstoffen verunreinigt, die sich wiederum in der Leber ansammeln.

Sollte sich aber ein Schnupfen breit machen, hilft oft ein warmes Bad und eine Nacht mit viel Schlaf. Zudem hilft warmer Tee wahre Wunder.


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Gynäkomastie schreibt
am 18. März 2011 um 05:22 Uhr

Warme Milch mit Honig hilft vielleicht nicht beim Einschlafen, dafür schmeckt es lecker ;)

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Oliver schreibt
am 6. April 2011 um 10:10 Uhr

Alles Toll erklaert aber was ist mit den etaerischen Oelen in der Zitrone und der Saeure – keine desinfizierende Wirkung? Und wenn schon alles pseudowissenschaftlich erklaert wird – warum dann am Ende ein “warmer Tee wirkt Wunder”…Ein heisser Vodka (80g) mit Honig und frisch gemahlenem Pfeffer – zwei, drei Schluck und ab in Bett – das wirkt Wunder!

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