Lärm macht krank und verkürzt das Leben

Lärm macht krank und verkürzt das Leben – Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Demnach kann Lärm die unterschiedlichsten Krankheiten wie Bluthochdruck, Tinnitus und anderes hervorrufen.

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Besonders Anwohner, die in der Nähe von Flughäfen und Straßen wohnen, sind einem hohen Lärmpegel ausgesetzt. Der Flugzeuglärm stört die nächtliche Ruhe und Straßenlärm löst Gereiztheit aus und lässt den Blutdruck steigen.

Lärm macht krank – Die Zahlen sind erschreckend

Nach Angaben der WHO ist jeder dritte Europäer störendem Lärm ausgesetzt. Jeder fünfte Europäer klagt zudem darüber, dass nächtlicher Lärm, der durch Autos, Flugzeuge oder Züge verursacht wird, eine negative Auswirkung auf den Schlaf hat. Es ist bekannt, dass die ständige akustische Belastung zur Ausbildung von Krankheiten führt. Nur ein einziger Umweltfaktor ist für mehr gesundheitliche Probleme verantwortlich, nämlich die Luftverschmutzung.

Die WHO hat die Auswirkungen des Lärms und die damit einhergehenden Gesundheitsschäden in Europa in Zahlen wiedergegeben, und das Ergebnis ist erschreckend. Der Lärm kostet den Europäern nämlich jährlich mehr als eine Million Lebensjahre.

Krankmachender Lärm – Entscheidungen von politischer Seite notwendig

Die Sammlung der Daten durch die WHO ist im Besonderen für die Politiker gedacht, die anhand dieser Ergebnisse die Folgen durch Lärm einschätzen und dementsprechend entgegen steuern sollen. Die Wissenschaftler der WHO arbeiten dabei mit dem Begriff des so genannten behinderungsgewichteten Lebensjahrs, welches angibt, wie viele Lebensjahre trotz Gesundheit aufgrund von Lärmbelästigung verloren gehen.

Eine große Rolle spielt dabei der frühzeitige Tod, der zum Beispiel durch einen Herzinfarkt ausgelöst werden kann. Ein weiterer Faktor ist die Einschränkung der Lebensqualität.

Lärm – Mit welchen Auswirkungen muss gerechnet werden?

Die Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation haben fünf negative Auswirkungen, die durch Lärm verursacht werden, untersucht. So haben die Forscher die Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung bei Kindern, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tinnitus, Schlafstörungen und Verstimmungen genauer untersucht.

Die Ergebnisse sind wahrlich besorgniserregend. So hat Lärm eine ungeahnte Auswirkung auf die Entwicklung der kindlichen Kognition, da dieser bei Kindern zu einer Minimierung der geistigen Leistung führt. Darunter leiden zum Beispiel das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und das Textverständnis während des Lesens.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen in Deutschland zu den am häufigsten auftretenden Todesursachen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge starben 2009 etwa 356.000 Menschen an solch einer Krankheit, was 42 Prozent sämtlicher Todesfälle in der BRD entspricht. Studien haben gezeigt, dass Lärm die Gefahr auf Bluthochdruck und Herzinfarkt erhöht.

Mediziner

Comments (1)

  1. Judith sagt:

    Hallo,
    seit drei Wochen ist unter meiner Wohnung eine Baustelle.Man merkt wirklich, wenn der Körper sagt, du brauchst Ruhe. Haben Sie vielleicht Tipps, wie man die Aufnahme der Baustelle vermeiden kann? Umziehen ist schlecht 😉

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